Umgang mit Drogenabhängigen

Unter Drogen kann Vielerlei verstanden werden, aber die häufigsten sind dabei: Alkohol, Nikotin oder Cannabis. Als Abhängig bzw. Süchtig gilt man dann, wenn eine bestimmte hohe Menge der Droge regelmäßig eingenommen wird, um bestehende Probleme auszublenden oder zu vergessen. Für die Menschen, die sich dann um diese Abhängigen kümmern, kann der Umgang mit Drogenabhängigen zuweilen bereichernd, aber auch schwierig sein.

In vielen Sitzungen mit Drogenabhängigen lernt man viel über ihre persönlichen Verhältnisse und Schwierigkeiten, die sie zu überwinden haben. Diese Tatsache kann einem dabei helfen sich nicht mehr so alleine zu fühlen und gibt einem auch die Gewissheit, dass es anderen noch viel schlimmer geht, was eine beruhigende Wirkung hat. In dieser Sitzung ist auch der Umgang mit Drogenabhängigen untereinander erstaunlich mit anzusehen. Viele stellen dabei fest, dass sie aus genau den Selben Gründen mit Drogen nehmen angefangen haben. Aber nicht nur in Sitzungen ist der Umgang mit Drogenabhängigen eine ungewöhnliche Erfahrung.

Wenn man sich Zeit nimmt Drogenabhängige zu begleiten und ihr Umfeld kennenzulernen, dann lernt man auch unglaublich viel über diese Menschen kennen. So erfährt der Begleitende viel über die Familie, aber auch über den Ort wo der Drogenabhängige aufgewachsen ist. Dabei sind die Verhältnisse wie der Betroffene Drogenabhängig geworden ist, nicht außer Acht zu lassen. Zu diesem Umstand kommt zuzüglich hin zu, dass man dem Drogenabhängigen auch viel Hilfe und Stütze geben kann, was einem persönlich auch bereichert.

Jedoch sollte ebenso Vorsicht beim Umgang mit Drogenabhängigen geboten sein, denn wenn der Helfende in die Schiene des Co- Abhängigen rutscht, dann macht er sich Abhängig von dem Drogensüchtigen. Co- Abhängigkeit bedeutet, dass der Helfende durch sein Verhalten den Drogenkonsum des Abhängigen unbewusst unterstützt. Dabei kann jeder schnell in die Co- Abhängigkeit rutschen. Beginnen kann diese mit einfachen Dingen, wie, dem Abhängigen Geld leihen, weil er knapp bei Kasse ist oder ihn Umsorgen und seine Arbeit abnehmen. Das kann jedem passieren, welcher dem Abhängigen nahe steht. Es gibt auch kein Patentrezept, um dem vorzubeugen, außer den Drogenabhängigen seine Selbstständigkeit nicht abzunehmen, auch wenn das schwer fällt. Positiv daran ist, dass jeder Helfende sich selbst in seiner Vorbildfunktion schulen kann, um dem Abhängigen eine Perspektive zeigen zu können, wie man das Leben auch anders bewältigen kann. Als Folge dessen entwickelt man einen guten Umgang mit Drogenabhängigen und für sich selbst auch wieder mehr Selbstvertrauen. Natürlich ist es im Umgang mit Drogenabhängigen auch erlaubt und erwünscht, dass man mit zu Beratungsstellen geht. Das bietet den Vorteil, dass man als Angehöriger auch Ratschläge bekommt wie man sich verhalten soll und gibt dem Drogensüchtigen auch genügend Halt.

Als Helfer bzw. Angehöriger wird auch positives Denken wieder geschult. Dadurch ist man auf Dauer weniger frustriert und bemerkt auch woher man seine positiv denkende Kraft nehmen kann. Dies kann auch nach erfolgreicher Behandlung des Süchtigen immer noch hilfreich sein für die eigene Lebensqualität.

Eine weitere Unterstützung für den Umgang mit Drogenabhängigen ist die Droge aus dem Weg zu schaffen und wegzuschmeißen. Am Anfang kann es deswegen Streitigkeiten mit dem Abhängigen geben, weil er seinen eigenen Vorrat gerne behalten möchte. Das sollte einen aber nicht von der Tat abbringen die Droge zu vernichten, egal auf welchem Weg. Der Drogenabhängige wird am Ende dankbar dafür sein und um den Abhängigen von der Droge weg zu bekommen, ist dieser Schritt unvermeidbar. Übrigens auch die ersten Monate nach der Behandlung sollte noch darauf geachtet werden, dass die Umgebung Drogenfrei ist und der Süchtige nicht wieder in kleinen Mengen anfängt abhängig zu werden, weil dann der Kreislauf wieder von vorne beginnt. Aus dem Grund sollte man die Wohnung die erste Zeit noch nach kontrollieren und dem Abhängigen verständlich machen, wozu das gut ist und was für ein Sinn und Zweck dahinter steckt.

Durch die eventuelle Therapie die der Drogenabhängige macht wird auch die Familie wieder gestärkt. Oftmals ist es so, dass eben der Betroffene mit Drogen nehmen angefangen hat, weil die Probleme in der Familie liegen und er oder sie nicht wussten, wie man den Konflikt anders bewältigen kann. Durch die Therapie, die der Abhängige besucht, wird also auch die Familie mit therapiert, was wiederrum zu mehr Harmonie und Zusammenhalt führen kann, denn ohne Zweifel ist es so, dass wenn sich der Abhängige ändert, muss sich auch sein Umgebung mit ändern.



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