Tryptamine

Tryptamine sind chemische Substanzen, die der Gruppe der Indolalkaloiden zugeordnet werden. Sie gehören zunächst einmal nicht zu den typisch klassischen Designer-Drogen, da die Tryptamine und einige ihrer Verbindungen auch in der Natur anzutreffen sind. Zahlreiche Lebewesen, darunter hauptsächlich Pflanzen, erzeugen Tryptamine als Produkte ihres Stoffwechsels. Zu den Stoffen mit einer dem Tryptamin ähnlichen Struktur gehören körpereigene Neurotransmitter (wie etwa das Serotonin oder das Melatonin). Aber auch das Halluzinogen Psilocin oder die Aminosäure Tryptophan korrespondieren mit dieser Stoffgruppe. Dipropyltryptamine (DPT), Dietyhltryptamine (DET) und Dimethoxyltryptamine (DMT) sowie diverse weitere Methoxytryptamine waren die ersten vollsynthetisch hergestellten Suchtstoffe dieser Klassifizierung. DMT beispielsweise wurde 1931 zum ersten Mal synthetisiert, nachdem es zuvor schon jahrhundertelang von Amazonas-Medizinmännern als Narkosemittel eingesetzt wurde. Die Wirkung des Tryptamins ist am ehesten mit einer leichten LSD-Halluzination zu vergleichen. Es treten vergleichsweise kurzfristige halluzinogene Effekte auf, darunter optische Verzerrungen, visuelle Täuschungen und gestörte Farbwahrnehmungen. Die auffälligsten Auswirkungen, die durch den Tryptamineinfluss hervorgerufen werden, sind Nervosität, fahrige Ruhelosigkeit und ein zu niedriger Blutdruck. Nicht zu unterschätzen ist auch das übersteigerte Maß an Selbstüberschätzung, das bei den Konsumenten immer wieder feststellbar ist. übliche Bezeichnungen, unter denen die Tryptamine in der Drogenszene gehandelt werden, sind in erster Linie die Begriffe "Liebespillen", "Hi-Trips" oder "Happy Pills".



Drogen - Ratgeber
So können Sie Drogenkosum erkennen
Informationen zum Umgang Abhängigen
Ratgeber zum Thema Drogenprävention