Tropanalkaloide

Tropanalkaloide sind Ester verschiedener Tropanol-Säuren. Die bekanntesten sind das Cocain, das Atropin, das Hyoscyamin und das Scopolamin. Sie kommen in Nachtschattengewächsen vor und bewirken bei deren Genuss rauschhafte Zustände. Die zum Drogenkonsum gebräuchlichsten Gewächse, die Tropanalkaloide enthalten, sind Tollkirsche, Bilsenkraut und Stechapfel. Ihre Anwendung wirkt auf das Zentralnervensystem und ist vor allem durch halluzinogene Wirkung bekannt, als Folge treten bei übermäßigem Konsum oft Psychosen auf. Die Wirkungen sind schon sehr lange bekannt und wurden weltweit in unterschiedlichster Form angewendet, teils zu kultischen und mystischen Handlungen, teils als Aphrodisiakum, auch um in rauschhaftem Zustand Müdigkeit und Erschöpfung überwinden zu können. In der Legende von Odysseus, die auf Geschehnissen vor über 3100 Jahren beruht, führt man die Episode mit der Zauberin Circe auf Halluzinationen durch den Einsatz von Bilsenkraut zurück. Der Stechapfel ist seit Jahrtausenden in Amerika, Osteuropa und Westasien sowohl als Heil-als auch als Rauschmittel bekannt. Hexenprozesse in Mitteleuropa aus dem 15. bis 16. Jahrhundert verfolgten möglicherweise Geschehnisse, die auf Halluzinationen unter dem Einfluss der Tropanalkaloide in Verbindung mit starker sexueller Motivation beruhten. Der Konsum von Substanzen, die Tropanalkaloide enthalten, ist in verschiedener Form möglich und kann zu Horrortrips führen, wobei die Wirkung über Tage und Wochen anhalten kann.



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