Tollkirsche

Die Schwarze Tollkirsche (lat. Atropa belladonna) gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist auch heute noch in vielen Gärten zu finden. Die etwa eineinhalb Meter hohe Staudenpflanze bildet aus ihren Blüten dunkle bis schwarze Beeren. Die Pflanze als Ganzes, von den Wurzeln bis zu Blättern und Früchten enthält größere Mengen an Alkaloiden, darunter Scopolamin und das Halluzinogen Hyoscyamin. Die Tollkirsche hat ihren Namen von der Tatsache, dass der Verzehr der Beeren, wie auch der übrigen Pflanzenteile als Sud oder Tee zu Raserei und Halluzinationen führt. Das natürlich vorkommende (S)-Hyoscyamin bildet durch Umwelteinflüsse (R)-Hyoscyamin, diese Mischung wird als Atropin bezeichnet. Die wohlschmeckenden Beeren können schon bei einer geringen Menge zum Tod führen und sollten in keinem Fall verzehrt werden. Die Halluzinationen, die unter dem Einfluß der Tollkirsche hervorgerufen werden, gelten als schrecklich und zutiefst verstörend. Sie wurden in früheren Zeiten als Rauschmittel zu rituellen Zwecken benutzt. Selbst der Verzehr von 1- 2 Tollkirschen führt bereits zu einer verzerrten Wahrnehmung, aus diesem Grund sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder keine unbekannten Früchte zu sich nehmen, zum Beispiel an einem Spielplatz oder im Vorbeigehen an einem fremden Garten. Auch sollte darauf verzichtet werden, im eigenen Garten die durchaus schön anzusehende Pflanze zu kultivieren.



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