Suchtberatung - Hilfe für Drogenabhängige und Betroffene

Wer einmal in den Teufelskreis eines Abhängigkeitsverhältnisses geraten ist, findet den Ausweg in den allermeisten Fällen allein nicht wieder. Zu stark ist das Verlangen nach dem jeweiligen Suchtmittel und zu groß oft die Versuchung. In solchen Fällen leistet die Suchtberatung einen unverzichtbaren Beitrag, auf dem steinigen Weg zurück in die Unabhängigkeit. Abhängigkeiten treten in allen Altersschichten und gesellschaftlichen Gruppen auf. Weiter ist die Anzahl, der in die Abhängigkeit führenden Substanzen enorm groß. Hoch suchtauslösend sind alle bekannten Drogen, wie Kokain, Heroin, Crack, LSD oder auch Ecstasy. Aber nicht nur illegale Suchtmittel führen in die Abhängigkeit. Auch ganz alltägliche Genussmittel, können verheerende Folgen haben. Insbesondere Alkoholabhängigkeit stellt ein extrem großes Problem dar. Des Weiteren gibt es eine Vielzahl an Menschen, die in einem Abhängigkeitsverhältnis zu Nikotin und Tabak stehen. Zu den Problemen, die während einer Suchtberatung geklärt werden können und müssen, zählen aber auch Essstörungen oder das unstillbare Verlangen nach Glückspielen. Der erste Schritt zum Beenden einer Sucht ist das Erkennen, dass man darunter leidet. Die Weltgesundheitsorganisation erklärt Sucht als einen "Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung, hervorgerufen durch den wiederholten Gebrauch einer natürlichen oder synthetischen Droge." Sich einzugestehen, dass man unter dieser Krankheit leidet, ist vielleicht der schwerste Abschnitt, welcher aber unbedingt notwendig ist, um sich erfolgreich in die Hände der Suchtberatung begeben zu können. Ohne die Einsicht der Süchtigen und deren Willen etwas in ihrem Leben ändern zu wollen, kann in der Suchtberatung nicht erfolgreich gearbeitet werden.

Wer sich dem Problem seiner Sucht stellen möchte, oder Hilfe im Umgang mit Abhängigen sucht, wendet sich am Besten an eine Suchtberatungsstelle. Diese "Psychosozialen Beratungsstellen" sind über das Internet leicht ausfindig zu machen. Einige solcher Institutionen stellen sogar anonymisierte Beratungen via Internet zur Verfügung.

Im Rahmen der Suchtberatung sind in der Regel Mediziner, Sozialpädagogen und Psychologen tätig. Dieses geschulte Fachpersonal kann die notwendige, kompetente Unterstützung gewährleisten, die ein Abhängiger dringend benötigt, um sich mit seiner Sucht vernünftig auseinander setzen zu können. Besonders wichtig ist das interdisziplinäre Angebot bei der Beratung Süchtiger, da die Sucht eben auch alle Bereich des Lebens beeinträchtigt. Mediziner nehmen sich der körperlichen und gesundheitlichen Auswirkungen des Missbrauchs von Rauschmitteln an, wo hingegen Psychologen versuchen mit den seelischen Wunden der Patienten zu arbeiten. Sozialpädagogen versuchen unter Anderem, die sozialen und gesellschaftlichen Probleme der Süchtigen aufzuarbeiten und zu klären. Alle Berater, die in der Suchtberatung tätig sind, unterliegen der Schweigepflicht und garantieren so eine anonyme, persönliche Aussprache. Ohne die tatkräftige Unterstützung und das Verständnis der Umwelt des Süchtigen, ist es aber auch mithilfe der Suchtberatung, fast unmöglich den Teufelskreis zu durchbrechen.

Die fachkundigen Mentoren die in der Suchtberatung arbeiten, versuchen zunächst die Situation der Hilfesuchenden zu verstehen und sich einen überblick über das Ausmaß der Sucht zu verschaffen. In diesen Gesprächen können alle Sorgen, ängste, Fragen und Wünschen artikuliert werden. Im Anschluss wird versucht, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Es muss geprüft werden, welche Hilfsangebote am Geeignetsten für die jeweilige Person sind. Natürlich gibt es die Möglichkeit weiterer, intensiver Gespräche. Oft ist dies aber nicht ausreichend. Weitere Hilfsangebote sind etwa Selbsthilfegruppen und die Teilnahme an einer Schuldnerberatung. Selbsthilfegruppen können bei regelmäßigem Besuch enorme Erfolge erzielen, besonders im seelischen Bereich. Die Unterstützung durch und der Erfahrungsaustausch mit Leidensgenossen, kann für viele das entscheidende Puzzlestück auf dem Weg zur Abstinenz sein. Leider ist im Rahmen der Suchtberatung für viele Abhängige der einzig mögliche Schritt, sich in stationäre oder ambulante Behandlung zu begeben. Solche Therapien in entsprechenden Kliniken, stellen sowohl psychologische, als auch medizinische Behandlungsmethoden zur Verfügung. Ambulante Maßnahmen bieten sich dann an, wenn der Süchtige noch in der Lage ist, seinen Alltag eigenständig zu bewältigen. Ansonsten muss, bei einer übermacht der Probleme, auf eine stationäre Therapie zurück gegriffen werden. Da enorm unzählige Suchtstoffe in die körperliche Abhängigkeit führen, ist häufig ein körperlicher Entzug von Nöten. Dieser wird oft auch als Entgiftung bezeichnet. Dabei wird dem Körper das Suchtmittel komplett entzogen, nach welchem er fortwährend verlangt. Diese recht radikale Methode, sollte nie ohne ärztliche Aufsicht durchgeführt werden. Auch zu diesem Thema liefert die Suchtberatung wichtige Informationen.

Egal welcher Weg eingeschlagen wird, die Suchtberatung steht immer mit Rat und Tat zur Seite. Auf diese Art und Weise brauchen Suchtkranke sich nicht alleine mit ihrem Schicksal fühlen. Sie wissen, dass es jemanden gibt, der ihnen helfen kann, ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen zu können.



Drogen - Ratgeber
So können Sie Drogenkosum erkennen
Informationen zum Umgang Abhängigen
Ratgeber zum Thema Drogenprävention