Stechapfel

Der Stechapfel zählt, mit seinen 20 Arten, zu den Nachtschattengewächsen, und gilt grundsätzlich als hochgradig toxisch (giftig). Er kommt - außer in Polargebieten - überall auf der ganzen Welt vor, was ihn weit verbreitet zu einer religiösen und zeremoniellen Pflanze werden ließ. Auch volksmedizinisch hatte er eine nicht unerhebliche Bedeutung, und wurde passiv, bspw. durch das Auflegen der Blätter auf Wunden, oder durch das Inhalieren des Rauchs beim Verbrennen gegen Zahnschmerzen, angewendet. Optisch ist eine Verwechslung des Stechapfel mit der Engelstrompete leicht wahrscheinlich, weshalb auf öffentlichen Anlagen die Verwendung als Zierpflanze, trotz ihrer schönen Blüte, weitestgehend abgeschafft wurde. Wie alle anderen Nachtschattengewächse auch, wirkt der Stechapfel halluzinogen, und zeitgleich toxisch, wobei die Grenze fließend ist, und unmöglich vorher zu dosieren. Eine versehentliche überdosis der Alkaloide führt, ab einer gewissen Menge, fast immer zum Tode durch Atemlähmung. Weitere Vergiftungserscheinungen sind Bewusstlosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Verwirrtheit und andere - für Nachtschattengewächse typische - Symptome. Während des Rauschzustandes ist der Konsument sich seines Zustandes nicht bewusst. Dies führt nicht selten zu schwerwiegenden Verletzungen. Der Umstand, während des Rauschs nichts von seinem Rausch zu wissen, ist besonders deshalb heikel, weil gerade hier eine nachträgliche überdosierung sehr leicht möglich ist, indem der Konsument weitere Pflanzenteile zu sich nimmt, ohne sich im Klaren darüber zu sein, dass er sich bereits in erwünschten Zustand befindet.



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