Spice

Als Spice wird eine - inzwischen illegale - Kräuterdroge bezeichnet, die lange Zeit das Segment der Natural Drugs angeführt hat. Die Kräutermischung, auch Räuchermischung genannt, kennzeichnete sich laut Hersteller durch eine Kombination vieler verschiedener, zum Teil psychoaktiver, Pflanzenteile. Diese angegebenen Bestandteile und Inhaltsstoffe sollten das Produkt - im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes - legal machen, was für einen Hype in der Freizeitdrogenszene sorgte, da Spice lange Zeit als legale Alternative zu Cannabis galt, mit ähnlicher Wirkung. Zum 22. Januar 2009 wurde das Produkt verboten. Zum Einen wurden etliche bedenkliche Inhaltsstoffe nachträglich in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen, zum Anderen fand man in Laboruntersuchungen keinerlei Anzeichen dieser, bis dato angepriesenen, psychoaktiven Kräuter, dafür jedoch synthetische Cannabinoide in nicht unerheblicher Konzentration. Diese waren teilweise bereits vor dem Beschluss im BtmG enthalten, woraus sich eine Strafbarkeit ergibt. Cannabinoide, die noch nicht in das BtmG augenommen wurden, fallen - aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung - jedoch unter das Arzneimittelgesetz. Die Wirkung von Spice wurde weitestgehend identisch mit der von Cannabis beschrieben, woran das "Trägerkraut" jedoch nachweislich keine Ursache hegte. Obwohl als Räuchermischung verkauft, wurde Spice vorwiegend geraucht, wie es auch bei anderen Kräutermischungen üblich ist. Es wird im europäischen Ausland auch heute noch, in verschiedenen Sorten, hergestellt und verkauft; Eine alternative Version ohne Cannabinoide hat sich nicht durchsetzen können, was den Schluss zulässt, dass ausschließlich die synthetischen, und illegalen, Bestandteile für die Wirkung verantwortlich sind. Demnach muss das Produkt als synthetische Droge betrachtet werden.



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