Smart Drugs zur Steigerung der Fitness

Stärker, schlanker, kreativer, fitter, intelligenter - wer würde diese Eigenschaften nicht gerne sein Eigen nennen können? So ist es nur logisch, dass der Umsatz von verschiedenen Substanzen, die genau diese Eigenschaften versprechen, immer weiter steigt. Diese Substanzen nennt man auch Smart Drugs, das sind entweder Chemikalien, Medikamente oder auch Pflanzen. Die Grenzen zwischen einer gesunden Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und den Smart Drugs verschwimmen immer mehr, viele Produkte, die im Internet als Smart Drugs vertrieben werden, verfehlen ihren urspünglichen Sinn und Zweck unter Umständen auch völlig.

Statistiken besagen, dass in Deutschland zur Zeit etwa 1,4 Millionen Menschen abhängig von Medikamenten sind. Das sind allerdings nur die Zahlen, die offiziell bekannt sind, in Wirklichkeit sind es vermutlich deutlich mehr. Smart Drugs werden auch unter Jugendlichen immer beliebter, da sie, ähnlich wie legale oder illegale Drogen, Rauschzustände und Bewusstseinsveränderungen hervorrufen können. Die Smart Drugs werden immer mehr zu Ersatzdrogen, die vielen Menschen helfen, aus der Realität zu entfliehen. Untersuchungen in den USA ergaben, dass es inzwischen mehr Abhängige von Medikamenten und Pflanzenstoffen gibt, als Konsumenten von Kokain, Halluzinogenen und Heroin zusammengenommen. Erschreckende Zahlen.

Ein Beispiel für die "smarten Drogen" ist zum Beispiel Modafinil. Das unter diesem Namen vertriebene Arzneimittel verspricht Wachheit, erhöhte Konzentrationsfähigkeit und einen klaren Start in den Tag. Ursprünglich als Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit genutzt entdeckten einige besonders ehrgeizige Menschen die scheinbaren Vorteile dieses Mittels für den Alltag. Modafinil ist also weniger ein Ersatz für Drogen, da keine Rauschzustände hervorgerufen werden, vielmehr ist es für leistungsorientierte Menschen, wie zum Beispiel für Sportler, interessant. So gestand zum Beispiel Doppelweltmeisterin Kelli White aus Amerika nach einer positiven Doping-Probe, Modafinil monatelang eingenommen zu haben. Die Preise für das so begehrte Mittel sind dementsprechend hoch: Der offizielle Preis für eine Monatspackung liegt bei etwa 400 Euro, der Preis auf dem Schwarzmarkt ist noch höher. Zu einer Straßendroge wird Modafinil also nicht werden, dazu ist es einfach viel zu teuer. Doch gutverdienende Manager und sogar das Militär schreckt das nicht zurück. Da Modafinil in Deutschland als Betäubungsmittel eingestuft ist, ist es zwar nicht für jeden einfach zu erwerben, doch das Internet ist inzwischen so anonym geworden, dass es mit Hilfe von ein paar Mausklicks kein Problem sein sollte, die gewünschte Substanz trotzdem zu erhalten - schnell, anonym und illegal.

Natürlich gibt es noch viele andere dieser Smart Drugs, unter Umständen können auch Kaffee und verschiedene Energy Drinks wie Red Bull dazu gezählt werde. Nicht alle dieser Stoffe sind gefährlich - trotzdem können einige sowohl zu körperlichen Schäden als auch zu dauerhafter Abhängigkeit führen. In jedem Fall wird das Thema auch in den nächsten Jahren weiter aktuell bleiben.

Smart Drugs sind (angeblich) leistungsfördernde, stimulierende und, vor allem, natürliche, pflanzliche Substanzen, welche in übermäßigem, aber auch in mäßigem Verbrauch gefährlich sein können. Unter Smart Drugs versteht man beispielsweise Koffein, der in Kaffee enthalten ist, oder Taurin, ein Mittel, das in sogenannten Energy Drinks vorhanden ist. Prinzipiell kann auch Traubenzucker zu diesen 'leichten Drogen' gezählt werden, da dieser ebenfalls Synapsen im Gehirn stimuliert. Aber auch, im Vergleich zu oben Genannten, fallen noch härtere Drogen unter die Kategorie Smart Drugs, so zum Beispiel Spice; eine Droge, die analoge Wirkungen wie Marihuana hervorruft. Mit seinem pfefferminzähnlichem Geschmack wird speziell das Geruchszentrum angeregt, was viele Jugendliche dazu verleitet, sich mit dieser Droge einen 'Rausch' zu verschaffen. Ebenso in die Liste aufgenommen werden sollte Modifinil, ein Mittel, dass den Konsumenten, ähnlich wie Koffein, länger wach hält; in Deutschland zählt es zu den Arzneimiteln, die als Betäubungsmittel deklariert werden und wird vornehmlich zur Behandlung an der Schlafkrankheit erkrankter Patienten eingesetzt. Noch ist jedoch unklar, ob diese natürlichen Drogen, abgesehen von beispielsweise Koffein, gesünder sind als synthetische Stoffe wie Kokain oder LSD. In jedem Fall sind Smart Drugs nicht zu unterschätzen, auch wenn sie als biologische Stoffe zubereitet und verwendet werden.



Drogen - Ratgeber
So können Sie Drogenkosum erkennen
Informationen zum Umgang Abhängigen
Ratgeber zum Thema Drogenprävention