Schlafmohn

Bei Schlafmohn (lateinische Bezeichnung: Papaver somniferum) handelt es sich um eine Pflanzenart, die den Mohngewächsen angehört. Unterschiedliche Verwendungen dieser Pflanze sind gegenwärtig bekannt, nämlich als a) Nahrungsmittel, b) als Futtermittel und c) in der Pharmazie vor allem als Schmerzmittel. Letzteres ist möglich durch die Verwendung des pflanzeneigenen Morphingehalts, der - illegal - auch zur Herstellung von Opium oder auch in der Weiterverarbeitung zu Heroin genutzt wird. Schlafmohn bietet die Grundlage für süße Mohnspeisen. Mohnstrudel wie auch Mohnkuchen und viele andere Rezeptesind insbesondere in österreich bekannt, in Japan sind die Mohnsamen Teil von Gewürzmischungen. Dort wird auch Mohnöl sowie Tierfutter hieraus hergestellt. Um Opium zu gewinnen, ritzt man die die grünen Mohnkapseln an und erhält einen Milchsaft, das Rohopium. Dieses lässt sich durch chemische Derivatisierung zu Heroin zu verarbeiten. Schlafmohn ist in diesem Zusammenhang in seinem Anbau in Deutschland genehmigungspflichtig - auch sind Mohnspeisen in deutschen Gefängnissen nicht zulässig, weil Urinproben Gefangener nach einem solchen nicht von ungesetzlichem Rauschgiftkonsum zu unterscheiden sind. Schlafmohn im medizinischen Sinne erfolgt weltweit in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, der Türkei und Indien, illegal wird die Pflanze vorwiegend in Afghanistan und Südostasien angebaut.



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