Rauchen und die Droge Nikotin

Das Rauchen beschreibt das Inhalieren des Rauches von Tabakerzeugnissen. Meist sind es Zigaretten. Neben dem Rauchen von Zigaretten sind es Zigarren, Pfeiferauchen, Zigarillos und das Rauchen durch Wasserpfeifen. Tabak kann man durch paffen oder inhalieren rauchen. Vor allem beim Pfeiferauchen und bei Zigarren ist es das Paffen. Der Rauch von Zigaretten hingegen wird inhaliert.

Geschichtliches zum Thema Rauchen

Das Konsumieren von Tabak wurde schon von den alten Mayas vollzogen. In Europa wurde es erst Ende des 15. Jahrhunderts angenommen, nachdem Christoph Kolumbus diesen Drogenkonsum im heutigen Kuba beobachtete. Das Rauchen breitete sich schnell aus und wurde beliebt. Die ächtung des Rauchens, z.B. im Dritten Reich und weit davor wechselte sich ab mit der gesellschaftlichen Anerkennung und weiten Verbreitung des Rauchens. Heute wird das Qualmen von gesellschaftlicher Seite weltweit stärker eingeschränkt. Dies geschieht durch steigende Steuern auf Tabakprodukte sowie durch Rauchverbote in öffentlichen Einrichtungen und beispielsweise am Arbeitsplatz oder in Restaurants.

Verbreitung von RAuchen

Geraucht wird weltweit. In Entwicklungsländern und Tigerstaaten weitaus mehr als in Industrieländern. Das hängt aber nicht mit Ethnien oder der Geschichte zusammen, sondern mit den Bildungsschichten. In den Industriestaaten ist das Bildungsniveau höher, deswegen wird weniger geraucht. Das Rauchen und der Bildungslevel stehen laut mehreren Studien in direktem Zusammenhang. Je gebildeter ein Mensch ist, desto eher besteht die Chance, dass er Nichtraucher ist. Natürlich spielen aber auch viele andere Faktoren eine Rolle, z.B. der Anteil der Raucher der Freunde, der Familie und des Arbeitsumfeldes und die gesellschaftliche Akzeptanz des Rauchens in den jeweiligen Ländern.

In Deutschland rauchen etwa 26 Prozent der Menschen (über 15 Jahre). Davon konsumieren ungefähr 25 Prozent 20 Zigaretten und mehr. Den höchsten Stand in der Europäischen Union hat Griechenland mit ca. 43 Prozent der Bevölkerung. Es konsumieren prozentual geringfügig weniger Frauen als Männer Zigaretten.

Sucht nach Nikotin

Zigaretten machen schnell abhängig. Auch wenn sie legal ab 18 Jahren in Deutschland erhältlich sind, liegt das Einstiegsalter hierzulande bei 13 Jahren. Oftmals wird geraucht, weil es als "cool" gilt und das rauchende Umfeld wie die eigenen Eltern oder Freunde als Vorbild dienen. Auch Werbung, die Rollenvorbilder wie Cowboys oder selbstbewusste, junge Leute vorgibt, hat seinen Anteil.

Die Sucht nach Nikotin ist stark. In 7-8 Sekunden wird das Nikotin freigesetzt. Da es sich sehr schnell abbaut, greifen Nikotinsüchtige schnell nach der nächsten Zigarette. Beim Rauchen wird Dopamin freigesetzt, welches dem Raucher bei der Suchtbefriedigung ein zufriedenes Gefühl vermittelt.

Bei der Nichtbefriedigung können Entzugserscheinungen auftreten. Diese gestalten sich bei jedem Raucher anders, einige haben überhaupt keine, bei anderen Rauchern jedoch können von Nervösität über Aggressionen und Depressionen bis hin zu Kopfschmerzen viele Körperreaktionen auftreten.

Das Aufhören mit dem Rauchen ist ebenfalls bei jedem Raucher unterschiedlich. Viele Faktoren beeinflussen den Suchtstopp. Es gibt Raucher, die einfach so aufhören. Während andere jahrelang immer wieder Versuche unternehmen, vom Nikotin runter zu kommen. Viele Hilfsmittel der Industrie stehen zur Verfügung, um die Rauchentwöhnung zu unterstützen. Das sind zum Beispiel Nikotinpflaster, aber auch Hörbücher usw. Es ist ein Milliardenmarkt. Letztendlich muss man einen starken Willen beweisen, egal welche Methode man anwendet.

Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs

Der suchterregende Stoff des Tabakrauches ist das Nikotin. Dieses Gift wird jedoch vom Körper schnell abgebaut und ist für die zahlreichen Schäden des Rauchens nicht verantwortlich. Die vielen anderen Giftstoffe des Zigarettenqualms, die beim Rauchen aufgenommen werden, sind z.B. Blei, Cadmium, Kohlenmonoxid, Benzol, Blausäure, Teer und tausende andere Stoffe. Durch die Zusatzstoffe, die Tabak zur Geschmacksveränderung beigemischt werden, weisen zusätzliche Risiken auf. Es ist allerdings auch Tabak ohne Zusatzstoffe auf dem Markt erhältlich.

Bei Light-Zigaretten sind nicht weniger schädliche Stoffe enthalten. Hier ist meist nur die Luftzufuhr durch die feinen Einschnitte (Perforierung) am Filter geändert. Light-Zigaretten sind nicht weniger gesundheitsschädlich. Oftmals ist die Gefährdung für z.B. Lungenkrebs sogar stärker, da sie nicht selten stärker und tiefer inhaliert werden und der Tabakrauch dabei in tiefere Regionen der Lunge vordringt.

Mögliche Erkrankungen durch das Rauchen

Rauchen ist eine der häufigsten Todesursachen in den Industrieländern. Entweder stirbt man einen frühzeitigen Tod oder erkrankt direkt an Krebs und anderen Erkrankungen.

Das Rauchen ist ein Risokofaktor für Lungen-, Blasen-, Rachen-, Kehlkopf-, Nierenkrebs und anderen Krebsarten sowie für Leberzirrhose, Asthma, Magen-Darm-Geschwüre, Zahnfleischerkrankungen, Gehirnleistungsverminderung und anderes. Auch das Immunsystem wird das Qualmen geschwächt sowie das Erbgut geschädigt. Impotenz kann auftreten sowie Lustminderung bei Frauen. Die Haut altert schneller und Heilungsprozesse werden langsamer vom Körper durchgeführt. Auf das Rauchen sollte man unter allen Umständen verzichten.



Drogen - Ratgeber
So können Sie Drogenkosum erkennen
Informationen zum Umgang Abhängigen
Ratgeber zum Thema Drogenprävention