Neuroleptika

Neuroleptika finden ihre Anwendung in der Behandlung klinischer Psychosen; Sie werden seit Anfang der 50er Jahre gegen psychotische und schizophrene Symptome eingesetzt, und können - vereinfacht ausgedrückt - auch als "Nervendämpfer" bezeichnet werden. Sie werden sowohl akut wie auch präventiv verabreicht. Bei den Neuroleptika handelt es sich um psychotrope Medikamente die sedierend, antipsychotisch und psychomotorisch wirken. Sie sind nicht mit den Antidepressiva zu vergleichen, obwohl einige wenige neuroleptische Wirkstoffe auch stimmungsaufhellende Effekte haben. Sie wirken allesamt symptomatisch, das heißt, dass sie keine direkte Heilung bewirken, sondern Symptome bekämpfen. In einigen - meist akuten - Fällen jedoch, kann eine dauerhafte Symptomfreiheit mit einer Heilung in etwa gleichgestellt werden. Neuroleptika wirken auf die synaptische übertragung in unserem Gehirn, und können somit Wahnvorstellungen und Halluzinationen weitestgehend unterdrücken. Sie wirken sich nicht auf unsere intellektuelle Fähigkeit aus, können jedoch sedierend wirken, oder aber in Form einer Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, je nach Potenz. Als häufigste Nebenwirkung der Neuroleptika wird eine Bewegungsstörung beschrieben, die an die Parkinson-Krankheit erinnert. Auch Spasmen oder teilweise Lähmung der Gesichtsmuskeln kommen vor, darüber hinaus können sie sich vereinzelt negativ auf unser emotionales Gleichgewicht, in Form von Depressionen und emotionaler Verarmung, auswirken. Sie dürfen keinesfalls in Kombination mit Alkohol, Kaffee und anderer koffeinhaltiger Lebensmittel, oder gar mit Beruhigungsmitteln eingenommen werden.



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