Natural Drugs

Als Natural Drugs - auch Smart Drugs genannt - bezeichnet man oberbegrifflich alle psychoaktiven und psychotropen Pflanzen mit natürlichem Vorkommen, die keiner (chemischen) Aufbereitung bedürfen. Viele davon sind auch unter dem Begriff Kräuterdroge bekannt, von denen sehr viele - bei Weitem aber nicht alle - als legal eingestuft werden. Einige, unter den Begriff der Natural Drugs fallenden, Pflanzen haben sich als Freizeitdroge durchgesetzt, und finden häufig Verwendung in Kräutermischungen, Räuchermischungen, aber auch in pur, in ihrer natürlichen Form, als getrocknetes Produkt. Andere wiederum finden sich in den meisten Haushalten sogar als Kräuter und Gewürz, oder finden sich in der örtlichen Fauna, bspw. unter den Nachtschattengewächsen. Die Wirkungen reichen von kaum existent bis hin zu opiatähnlich. Viele der Pflanzen, zu denen auch Pilze und Kakteen zählen, sind bis heute nicht ausreichend erforscht. Einige von ihnen beinhalten tausende, noch unbekannte, Stoffe deren Kreuzwirkung unbekannt ist, weshalb man selbst bei legalen Natural Drugs nicht von ungefährlichen Substanzen sprechen darf. Zu diesen natürlichen Drogen zählen auch toxische Pflanzen, wie bspw. der Fliegenpilz. Anders als bei chemischen und/oder aufbereiteten Drogen ist dem Konsumenten die Dosis der Inhaltsstoffe bei Natural Drugs vorher gänzlich unbekannt, da der Gehalt von Pflanze zu Pflanze stark variieren kann. Dies macht den Konsum vieler Kräuter und Co. unkontrollierbar, und daher auch äußerst gefährlich.

Allgemein sind unter dem Begriff "Natural Drugs" psychoaktive Substanzen zu verstehen. Eine psychoaktive Substanz wird definiert, als eine die Seele (Psyche) des Menschen beeinflussende Substanz. Natural Drugs heißen deshalb so, da sie in Form von Früchten, Kräutern oder anderen pflanzlichen Erscheinungsformen in der Natur zu finden sind. Von diesen bewusstseinsverändernden Pflanzen und Kräutern gibt es in der Natur eine Vielzahl - diese wurden schon seit Menschgedenken vor allem für die Ausübung religiöser Bräuche benutzt, und leider sind bis in unsere heutige Zeit - trotz dauernden Fortschritts der Wissenschaft - die Folgen und Gefahren sowie auch die Wirkungen dieser Natural Drugs bisher nur unzureichend untersucht und bekannt. So ist der Konsum der Natural Drugs bedenklich und birgt große Gefahren für den Konsumenten.

Hier soll einmal exemplarisch auf einige Natural Drugs und ihre Wirkung auf den Menschen eingegangen werden:

Als erstes ist der Stechapfel zu nennen. Er wurde bereits ungefähr um das Jahr 1200 nach Christi von den Puebloindianern für religiöse und rituelle Zwecke genutzt. So wird dieser bei den mexikanischen Indianerstämmen zur Voraussage der Zukunft aber auch zur Heilung von Krankheiten eingesetzt. Klug, wie Naturvölker oft sind, darf der Stechapfel nur von besonders erfahrenen Geistheilern eingesetzt werden - seine starken psychoaktiven Substanzen sind diesen Stämmen bekannt! Er gilt diesen Stämmen übrigens als heilig. Schon in den antiken Schriften findet der Stechapfel Erwähnung - und zwar in seiner Eigenschaft als Speergift! Daran ist sehr gut zu erkennen: was einerseits als Medizin verwandt werden kann, wirkt - hoch dosiert - als Gift! Im Mittelalter waren so genannte "Hexensalben" und "Liebestränke" stark in Mode: hier spielte der Stechapfel ebenfalls eine Rolle. Getrocknete Blätter des Stechapfels fanden als so genannte "Asthmazigaretten" den Weg in die Apotheken; bis auf den heutigen Tag wird der Stechapfel unter den Natural Drugs in der Homöopathie gegen Asthma angewandt. Fachleute sind sich dahingehend einig, dass die Gefahr bei der Anwendung dieser Natural Drugs auf der Unerfahrenheit der Konsumenten beruht, die daher meist die schlimmen Wirkungen, die diese Natural Drugs eben auch haben können, nicht richtig einschätzen können. Auch in diese Gattung der Natural Drugs gehört die Engelstrompete - ein Nachtschattengewächs. Sie stammt ebenfalls aus dem südamerikanischen Raum und wurde zu religiösen und rituellen Zwecken eingenommen und genutzt. Bis heute wird diese Pflanze bei einigen Stämmen der Indianer benutzt um sich bei religiösen Riten in einen tranceähnlichen Zustand zu versetzen und um die Zukunft voraussagen zu können. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass hier Nervengifte wirken und zwar die Alkaloide Atropin und Skopolamin in der Hauptsache. Eine Erweiterung der Pupillen, eine Erhöhung des Herzschlages - für einen Menschen, der an einer Herzkrankheit leidet, kann der Genuss also fatale Folgen haben - eine Veränderung der Wahrnehmung und das Austrocknen der Mundschleimhäute sind nur einige Folgen, die der Konsument bei der Einnahme von Natural Drugs generell in Kauf nehmen muss! Es ist eine alte Weisheit, dass eine Substanz - je nach Dosierung eingenommen - heilend wirken aber auch das genaue Gegenteil bewirken kann! Was also für einen Geistheiler eines Indianerstammes zur Bewusstseinserweiterung dienen kann, kann bei einem Konsumenten in unseren Breitengraden verheerende Folgen haben! Weiterhin sei - stellvertretend für viele andere gebräuchliche Natural Drugs - noch die Tollkirsche zu nennen: auch eine Pflanze aus der Gattung der Nachtschattengewächse. Der Saft der Tollkirsche fand Verwendung in der Kosmetik als Schminke und diente auch zur Vergrößerung der Pupillen. Ihre lateinische Bezeichnung ist dann auch "Atropa belladonna" - wobei "bella donna" "schöne Frau" heißt! Schon in der Antike wurde sie als Mittel gegen Schmerzen aber auch gegen Depressionen eingesetzt! So ist die medizinische Anwendung der Tollkirsche bis heute gang und gäbe. Dies alles ändert aber nichts an dem Umstand, dass der Konsum zu Rauschzwecken nicht nur bedenklich ist, sondern auch mit unabsehbaren Folgen für den unerfahrenen Benutzer von Natural Drugs einher gehen kann - und dies leider auch meistens tut!

Leider sprengt eine umfassende Aufzählung der wirklich unglaublich mannigfaltigen Arten der Natural Drugs den Umfang dieses Artikels - die drei aufgeführten Arten sind demnach wirklich nur exemplarisch für die in der Natur nun einmal vorkommende Vielfalt. Können die Natural Drugs auch auf eine sehr, sehr lange Geschichte ihres Vorkommens verweisen, so kann doch die Tatsache, dass sie auch eine heilende Wirkung aufweisen, nicht über die Gefährlichkeit der unkontrollierten Einnahme hinwegtäuschen. Die gesundheitlichen Schäden, die entstehen können, schätzen Wissenschaftler als bis heute noch nicht einmal völlig erforscht ein. So sollte man sich auf keinen Fall durch den Begriff " Natural" als Vorsilbe bei diesen pflanzlichen Drogen täuschen lassen!



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