Methadon

Methadon ist ein Opioid, das vollsynthetisch hergestellt wird und eine starke schmerzstillende Wirkung hat. Es wird seit 1987 beim Entzug von Opiaten wie etwa Morphin oder Heroin eingesetzt. Bei dieser sogenannten Substitutionstherapie erhält der Betroffene den Methadonwirkstoff in Form einer Lösung oder als Tabletten. Methadon wirkt an denselben Rezeptoren im Gehirn wie Heroin und löst eine vergleichbare Wirkung aus. Es entsteht ein Glücksgefühl, der Konsument fühlt sich wohl, hat gute Laune und empfindet keine Schmerzen. Dieser Zustand der Euphorie lässt bei längerem Drogenkonsum nach und weicht einer tiefen Depression. Durch die Methadon-Substitution entsteht jedoch nicht wie beispielsweise bei Heroin dieser typische "Kick" im Gehirn, sondern das Mittel wirkt deutlich langsamer, behält dabei aber bis zu 24 Stunden seine Wirksamkeit. Die Entzugserscheinungen werden gemildert und die Nebenwirkungen sind deutlich geringer als bei Heroin. Als Begleiterscheinung treten Schweißausbrüche, Verstopfung, Pupillenverengung, übelkeit und Schlafstörungen auf. Der Vorteil der Substitutionstherapie ist, dass die Beschaffungskriminalität sinkt, da eine Methadonbehandlung von den Krankenkassen übernommen wird. Vor allem aber werden HIV-Ansteckungen verhindert, da keine Spritzen notwendig sind. Methadon bewirkt im Körper, dass weder besonders schöne Gefühle noch die schlimmen Empfindungen als solche wahrgenommen werden. Der Umgang mit diesem gedämpften Bewusstseinszustand fällt vielen Betroffenen nicht sonderlich schwer, manche haben aber damit ihre Probleme.



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