Metamphetamin

Metamphetamin unterdrückt Schmerz, Hungergefühl und Müdigkeit. Es verleiht für kurze Zeit ein Gefühl der Stärke, Selbstvertrauen und vermittelt den Konsumenten die Illusion, ihr Leben ginge mit einer ungewohnten Geschwindigkeit vor sich. Die Nebenwirkungen sind jedoch beträchtlich: Metamphetamin kann Paranoia, Psychosen und Persönlichkeitsveränderungen als Folge von Schlafentzug oder bei entsprechender Vorgeschichte. Nimmt ein Konsument diesen Stoff nun häufiger ein, führt dies zu einer Gewöhnung - die Wirkung lässt über die Zeit nach, wodurch sich ein Abhängiger dazu motiviert sieht, seine Dosis zu steigern - mit gleichzeitiger Erhöhung der Nebenwirkungen. Metamphetamin ist in Deutschland nicht zur Verschreibung zugelassen. Das letzte Mittel, welches diesen Inhaltsstoff enthielt, nämlich Pervitin (zum Unterdrücken von Müdigkeit), nahm man hier zu Lande bereits im Jahre 1988 vom Markt. Wird Metamphetamin illegal eingenommen, so ist bei den Konsumenten der Wegfall des Hunger- und Durstgefühls und eine Minderung der sexuellen Leistungsfähigkeit zu beobachten. Im weiteren Verlauf hält die berauschende Wirkung ca. 11 Stunden an, worauf eine starke Erschöpfung folgt. Die USA vermarktet einen Inhalierstift, der Levometamphetamin enthält, zur Abschwellung der Nasenschleimhäute bei Erkältung - die geringe Dosis kann jedoch keine Süchte auslösen. Weiterhin behandelt man dort mit einer anderen Abwandlung, nämlich Dextrometamphetamin, ADHS und Narkolepsie. Die Droge für den illegalen Markt z. B. in Deutschland wird vorwiegend in den osteuropäischen Ländern produziert.



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