Meerträubel

Die auch unter den Namen "Ephedra" bekannten Meerträubel sind Rutensträucher, die man über die gesamte Erde verstreut in trockenen Gegenden vorzugsweise auf Fels oder Sand findet. Innerhalb ihrer Gattung gibt es 35 bis 60 Arten des Meerträubel, die herzkreislaufwirksame Alkaloide enthalten. Dazu gehören das bekanntere Alkaloid Ephedrin als auch Norephedrin und N-Metylephedrin, die aufgrund ihrer amphetaminähnlichen Wirkung potenziell abhängig machen können. Dem Adrenalin in seiner chemischen Struktur ähnlich gehören sie zur Gruppe der Phenylethylamine. Ihr Wirkstoffgehalt kann je nach Jahreszeit sowie pflanzen-/sortenabhängig variieren. Das sogenannte Ephedra-Kraut ist in Deutschland seit einer änderung des Arzneimittelgesetzes 2006 nicht mehr ohne Rezept zu erwerben, da das Ephedrin als Ausgangsstoff für die illegale chemische Synthese zum Methamphetamin eingesetzt werden kann. In der traditionellen Chinesischen Medizin dient das Kraut des Meerträubel, abgekocht in Tee, als wichtiges Mittel gegen Erkältungskrankheiten. Das enthaltene Ephedrin setzt Noradrenalin und Adrenalin frei, die die Blut-Hirn-Schranke passieren können. Durch eine verringerte Proteinabbaurate und gesteigerte Proteinbiosynthese steigt die Körpertemperatur, was neben erhöhter Fettverbrennung auch zu aphrodisierender und euphorisiernder Wirkung mit gleichzeitigen Erektionsschwierigkeiten führen kann. Ab einer Dosis über 50mg pro Person können Nebenwirkungen von Angst- und Verwirrungszuständen über Kopfschmerzen und Halluzinationen bis zu übelkeit, Pulsrasen und Atemschwierigkeiten auftreten.



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