Lösungsmittel

Lösungsmittel (auch Lösemittel) sind flüchtige Fluorchlorkohlenwasserstoffe mit einem Siedepunkt bis 200°, die in der Industrie und auch im Haushalt benutzt werden, um Farben, Lacke und andere industrielle Erzeugnisse zu verflüssigen oder Gegenstände zu reinigen. Sie verströmen Dämpfe, die das Gehirn in einen Rauschzustand versetzen, der Vorgang wird seit den 1950er Jahren als Sniffen bezeichnet. Es gibt verschiedene Lösungsmittel, die konsumiert werden, darunter frei gebräuchliche wie Benzin, Aceton und Tetrachlorkohlenstoff, aber auch Arzneimittel wie z. B. Chloroform. Das Schnüffeln löst einen Rauschzustand aus, ähnlich wie beim Alkohol, der zu Erregung, Enthemmung und Halluzinationen führt, der anschließende Entspannungszustand wird als sehr angenehm empfunden. Beim Schnüffeln kann es zu Atemnot und Herzrasen kommen. Die Lösungsmittel sind nicht für den menschlichen Gebrauch gedacht, sie sind chemische Hilfsmittel. Da diese Stoffe jedoch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, ist trotz ihres Suchtpotentials und ihrer Gefährlichkeit nicht einmal eine Statistik über Häufigkeit oder gesundheitliche Auswirkungen vorhanden. Dementsprechend gibt es nur einen Gefahrstoffhinweis, mit dem die vorsichtige Handhabung und ein Atemschutz empfohlen werden.



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