Lachgas

Lachgas ist der Trivialname für das farblose Gas Distickstoffmonoxid, welches vorwiegend in der Medizin Verwendung fand, und auch heute noch findet, beispielsweise zu Narkosezwecken bei Zahnärzten. Es wird meist durch thermische Zersetzung künstlich hergestellt, kommt aber auch willkürlich in der Natur vor, bspw. in der Landwirtschaft, wo ein Sauerstoffmangel im Boden den Stickstoffdünger zersetzt. Lachgas wirkt sowohl narkotisch wie auch analgetisch (schmerzhemmend), und zählt zu den Dissoziativa, wobei sich die Wirkung auf maximal einige wenige Minuten beschränkt. In dieser Zeit kommt es zu Wahrnehmungsstörungen, Muskelentspannung und auch zu euphorischen Effekten, neben einer stark veränderten Wahrnehmung akustischer Reize. Der oft angenommene Effekt, unkontrolliert lachen zu müssen, kommt nur vereinzelt vor. Ein häufiges Begleitsymptom des Konsums sind Kopfschmerzen und übelkeit, sowie passive Verletzungen, bspw. durch Stürze. Lachgas produziert eine starke Verdunstungskälte, weshalb Erfrierungssymptome bei Konsumenten nicht selten beobachtet werden, vorwiegend im Mund- und Rachenraum, sowie an den Lippen, aber auch an den Bronchien. Langzeitschäden äußern sich hauptsächlich neurologisch. Lachgas ist relativ einfach zu beschaffen, da es bspw. auch als Treibmittel verwendet wird. Die Verwechslungsgefahr der Kartuschen, mit solchen die Kohlenstoffdioxid beinhalten, ist jedoch enorm. Eine solche Verwechslung mit anderen Treibmitteln kann, beim direkten Konsum aus der Flasche oder Kapsel, zu einer umgehenden Erstickungsgefahr führen.



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