Kratom

Der Begriff Kratom bezeichnet eine - in Thailand und anderen tropischen Regenwäldern angesiedelte - Pflanze der Enziangewächse, wird aber im umgangssprachlichen Gebrauch auch oberbegrifflich für das gleichnamige Rauschmittel per se verwendet. Produkte aus dem "Kratom-Baum" fallen bis dato noch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, werden aber von bundesbehördlicher Stelle, aufgrund einiger Inhaltsstoffe, weitestgehend als Arzneimittel betrachtet. Demnach ist die Produktion und der Verkauf nach dem Arzneimittelgesetz strafbar, der Konsum bislang noch jedoch nicht. Kratom wirkt, niedrig dosiert, stimulierend und aufputschend, in höheren Konzentrationen hingegen sedierend. Seine Eigenschaft als Opioidagonist macht ihn vergleichbar mit anderen Opiaten, weshalb die traditionelle Verwendung auch weitestgehend die war, opiumabhängige Konsumenten mit einer weniger starken Ersatzdroge zu versorgen (Entzug). Der enthaltene Wirkstoff Mitragynine soll sich positiv auf Angstzustände und den allgemeinen Gemütszustand auswirken, was zumindest medizinisch noch nicht weitreichend anerkannt wurde, obgleich Tests mit erwachsenen ADS-Patienten vergleichbare Wirkungen verschiedener Anti-Depressiva erzielt haben. Begleiterscheinungen des Konsums können übelkeit und Kopfschmerzen sein, auch eine andauernde Müdigkeit über mehrere Tage wurde berichtet. Appetitlosigkeit, eine Beeinträchtigung des Darmtraktes, starker Harndrang, Mundtrockenheit und, in Einzelfällen, auch allergische Reaktionen gehören ebenso zu den Nebenwirkungen. Der Suchtfaktor ist hingegen nur bei regelmäßigem Konsum dokumentiert, und ähnelt eher dem Gewohnheitskonsum von Kaffee und Tee. Weitreichende körperliche oder psychische Schäden sind noch keine bekannt. Kratom findet auch Verwendung in vielen Kräuter- und Räuchermischungen, deren Verkauf bei uns jedoch illegal ist.



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