Engelstrompeten

Die Engelstrompeten gehören zu den Nachtschattengewächen, und sind ursprünglich in Südamerika beheimatet. Ihre Pflanzenteile gelten als giftig, da sie einen hohen Wert an Alkoloiden aufweisen. In vorindustrieller Gesellschaft wurden Engelstrompeten als Nutzpflanze, sowie in der Medizin, erforscht und genutzt - womit sie einst ethnobotanische Bedeutung hatte. Die Nachtschattengewächse, so auch die Engelstrompete, löste gegen Ende der 90er Jahre andere natürliche Drogen, wie Pilze und Kakteen, ab - mit der Engelstrompete auf einer Nenner stand lange Zeit der Stechapfel. Konsumiert werden dabei hauptsächlich Samen und Blüten, für gewöhnlich als Aufgussgetränk (Tee). Aber auch der Konsum durch Verräuchern der Pflanzenteile, als Zigarette oder Räuchermischung, sind geläufig. Bei einer überdosierung wirken Stoffe in der Engelstrompete anticholinerg, das heißt, dass sie wichtige Neurotransmitter im Gehirn, und am peripheren Nervensystem, hemmen. Die Folgen sind u.a. eine gehemmte Speichelbildung, Blasenlähmung, Darmlähmung und Blutdruckfall, aber auch zentralnervöse Effekte, wie Unruhe und Erregung, Nervosität, Krämpfe, Depression der Atemwege sowie Halluzinationen. Die schlimmste Form der überdosis stellt das Koma dar, dem eine schwere Bewusstseinsstörung voraus geht. Bei einem langwierigen Missbrauch dieser psychotropen Pflanze wurden zudem schwere Psychosen diagnostiziert, die - aus dem Rausch heraus resultierende Pupillenerweiterung kann über Tage hinweg anhalten. Engelstrompeten gelten als äußerst gefährlich, da die Dosierung sehr schwierig ist, und bereits kleinste Mengen genügen um eine halluzinogene Wirkung hervorzurufen. Im Rauch neigt man zu selbstzerstörerischen Handlungen, da der Rausch nicht mehr von der Realität getrennt betrachtet werden kann.



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