Drogensucht und die Abhängingkeit von Drogen

Der Begriff Sucht wird in diesen Tagen von vielen Menschen sehr nachlässig und unbefangen in bestimmten Situationen gebraucht. Sicherlich kommen Ihnen Sätze, wie beispielsweise "Ich bin einfach süchtig nach Schokolade" oder "Du und deine übertriebene Parfumsucht" bekannt vor. Leider werden solche Phrasen viel zu oft nur im Spaß dahergesagt, ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass der Begriff Sucht in der Realität eine zwanghafte Abhängigkeit von einem bestimmten Stoff oder einer bestimmten Substanz ist, welche den menschlichen Körper durch die Einnahme bestimmter Erzeugungen in einen sogenannten Rauschzustand versetzen. Ist ein Mensch süchtig nach einer bestimmten Substanz, nach Drogen, Alkohol oder Nikotin, so spricht man von einer psychischen Störung, demnach von einer Krankheit. Eine Sucht ist dem menschlichen Verstand, der einem Individuum zwar sagt, dass es gefährlich ist, ein Suchtmittel zu sich zu nehmen stets übergeordnet. Der Verstand ist zwar da, setzt aber bei einem süchtigen Menschen, allein bei der Vorstellung des Genuss- oder Rauschmittels, aus. Neben der psychischen Abhängigkeit, also der zwanghaften Sucht, einen Stoff zu sich zu nehmen, um ein bestimmtes Gefühl oder eine bestimmte Stimmung hervorzurufen, kann ein Mensch aber auch körperlich von einer Substanz abhängig sein. Hierbei kommt es natürlich auf die Art der Suchtstoffe an. In der Regel wenden sich Menschen Rauschmitteln zu, um der Wirklichkeit zu entfliehen und um eine Situation für sie erträglicher zu machen.

Die Abhängigkeit eines Stoffes, egal welcher Art, stellt sich langsam und unmerklich auf den Körper ein. In der Regel wird ein Mensch nicht von jetzt auf gleich abhängig von einer bestimmten Substanz. Der Prozess der Sucht kommt schleichend und macht sich erst nach regelmäßigem Gebrauch bemerkbar, meist dann, wenn es schon zu spät ist. Dennoch müssen Sie zwischen den Begriffen Sucht und Genuss unterscheiden können. Legale Rauschmittel, wie Zigaretten oder Alkohol können genussvoll geraucht oder getrunken werden, ohne, dass ein Mensch gleich davon abhängig wird. Wie sich eine Sucht bei Menschen auswirkt, ist auf Grund vieler Faktoren stets unterschiedlich.

Der menschliche Körper kann sowohl nach legalen Suchtmitteln, wie Nikotin, Alkohol, Koffein oder verordneter Arznei süchtig sein, oder aber auch nach illegalen Stoffen, wie beispielsweise jegliche Arten von Drogen, Halluzinogene, Opiate, Kokain oder Cannabisprodukte. Wie schnell eine Person süchtig von einer speziellen Erzeugung wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählen unter anderem Faktoren, wie beispielsweise das Millieu, in welchem sich die Person bewegt, das soziale Umfeld, sowie die Lebenssituation und die körperliche Verfassung eines Individuums. Eine starke Persönlichkeit ist weniger einer Sucht verfallen, als labile oder geschwächte, sich in einer Lebenskrise befindenden Personen. Des Weiteren sind Menschen, zu deren sozialem Umfeld Genussmittel oder Suchtstoffe zum täglichen Gebrauch zählen, schneller von einer Sucht betroffen, als andere Personen. Der wichtigste Faktor besteht natürlich auch in dem menschlichen Umgang, welchen die Person pflegt. Der Gruppenzwang oder die Erkenntnis kein Spielverderber sein zu müssen, sind hierbei wichtige Kriterien.

Außenstehende können süchtige Menschen an typischen Kennzeichen und Merkmalen erkennen. Ein süchtiger Mensch ist sich oftmals gar nicht im Klaren darüber, dass er bereits abhängig von einer bestimmten Substanz ist. Hierzu haben Sie sicherlich auch schon einmal den Satz " Nur noch einmal, ich kann doch zu jeder Zeit aufhören, wenn ich möchte" gehört. Leider ist es aber in den meisten Fällen dann schon zu spät. Es gibt einige typische Kennzeichen, woran Sie selbst als süchtige Person erkennen, ob die Sucht Sie schon in ihren Fängen hat. Beispielsweise lässt sich eine Sucht daran erkennen, dass Sie die Dosis der Einnahme erhöhen müssen, um jedoch den gleichen psychischen oder körperlichen Zustand, wie normalerweise, zu erreichen. Eine bestimmte Substanz zu sich zu nehmen, macht nicht mehr nur noch Spaß, sondern äußert sich in einer Art Zwang. Sie haben das zwanghafte Bedürfnis einen Stoff, jetzt sofort, zu sich nehmen zu müssen. Eine süchtige Person verliert überdies irgendwann die Kontrolle über ihr Konsumverhalten und vernachlässigt andere Dinge auf Grund dessen. Das charakteristischste Merkmal einer Sucht sind die körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen, wie beispielsweise Aggressivität, Schlaflosigkeit oder gar Schmerzen und Krämpfe, bei Absetzung oder Verminderung der Dosis.

Nahezu jede Sucht kann jedoch mit Hilfe und mit eigenem Willen bezwungen werden. Abhängigkeit, ob durch legale oder illegale Suchtmittel, hat immer gefährliche oder in manchen Fällen sogar tödliche Folgen. Psychische und körperliche Abhängigkeit eines Stoffes bringt stets schreckliche Nebenwirkungen mit sich. Von körperlichen Schäden, wie Organversagen, Infektionen oder Schädigung der inneren Organe über psychische Krankheiten, wie Konzentrationsschwierigkeiten oder Depressionen bis hin zu sozialer Abschottung, durch den Verlust von Freunden auf Grund von Geldschulden, bringt dieser schreckliche Kreislauf mit sich. Hat eine Sucht eine Person bereits in ihren Fängen, ist es für die betroffene Person sehr oft unmöglich, ohne fremde Hilfe, ohne Therapie oder klinischen Entzug aus diesem Teufelskreis wieder herauszukommen. Voraussetzung für eine Entgiftung ist der eiserne Wille und der eigene Wunsch der Person selbst, die Sucht zu bekämpfen und ein drogenfreies Leben zu führen. Dass die Person Ihre Abhängigkeit selbst erkennt und diese auch bekennt und akzeptiert, ist hierfür die Grundvoraussetzung. Eine Person unter Zwang zu einem Entzug zu drängen, hat keinen Sinn. Es führt im schlimmsten Fall eher wieder zu einem Rückfall. Als nahestehende Person ist es oft schwierig mit dem Suchtverhalten von Freunden oder Familienangehörigen umzugehen. Wichtig ist hierbei, die betroffene Person tatkräftig bei einem Entzug zu unterstützen und keine hohen Anforderungen zu stellen. Geben Sie der Person Zeit, sich wieder in einem normalen Leben ohne Sucht einzugliedern. Dies nimmt oftmals sehr viel Zeit, manchmal sogar Jahre, und sehr viel Geduld in Anspruch. In den seltensten Fällen funktioniert ein Entzug auf Anhieb. Im Regelfall kommt es bei einem Entzug zu einem oder sogar mehreren Rückfällen. Denken Sie als Freund oder Angehöriger aber stets daran, dass eine süchtige Person einen Entzug viel leichter mit Hilfe einer stützenden, geduldigen Hand schafft.



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