Drogenpsychose

Die Drogenpsychose kann nach lang anhaltendem oder übermäßigem (also unter Umständen auch einmaligem) Drogenkonsum einetzen. Ihr Auftreten unterscheidet sich dabei nach Art der konsumierten Droge. Die Ursachen liegen einerseits in den durch die Droge verursachten Veränderungen des Gehirnstoffwechsels, andererseits im Ausbruch einer ohnehin latent vorhandenen psychotischen Störung, die möglicherweise beim Betreffenden noch nicht erkannt worden war. Eine Drogenpsychose ist als exogene Psychose klassifiziert nach ICD-10-Katalog (F 10.5 bis F 19.5) und ist von anderen psychischen Auswirkungen wie Abhängigkeit, Entzugssyndrom oder Delirium zu unterscheiden. Sie tritt in den Formen Schizophrenie, Wahn, Halluzination, affektive Störung und polymorphe Störung auf. Von anderen Störungen wie manischer Depression sowie durch gehirnorganische Erkrankungen wie Epilepsie ausgelösten Störungen soll sie abgegrenzt werden. Ein wesentliches Kennzeichen der Drogenpsychose ist, dass sie nach Abklingen des Drogenrausches und auch nach Kurzzeitentgiftung nicht endet. Die Ursachen hierfür liegen entweder in einer neu ausgebrochenen generellen psychotische Störung des Patienten oder Störungen der Gehirnstruktur durch die vorangegangene Intoxikation, die sich in günstigen Fällen durch dauerhafte Abstinenz wieder selbst regulieren können. Je nach Art der konsumierten Droge treten Symptome wie Verfolgungswahn, Angstzustände sowie vielfache Halluzinationen auf. Am häufigsten werden akustische und optische Halluzinationen beschrieben, taktile Halluzinationen wie "Insekten unter der Haut" können dauerhaft bleiben.



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