Drogenkonsum rechtzeitig erkennen

Frühzeitig Drogenkonsum erkennen ist von äußerster Wichtigkeit, um den Konsumenten rechtzeitig rehabilitieren zu können. Besonders Eltern sollten stets mit Aufmerksamkeit Verhalten und Gewohnheiten ihrer heranwachsenden Kinder beobachten, um eine mögliche Gefährdung durch Drogen rechtzeitig festzustellen. In vielen Fällen sind die Drogenopfer Personen, die in ihrem bisherigen Verhaltensmuster keinerlei Anlaß zur Besorgnis gegeben haben und durch einen für Eltern und Familie verborgenen Grund in den Drogenkonsum geschlittert sind. Oftmals sind Eltern wie vor den Kopf gestoßen, wenn es offensichtlich wird, dass ihr Kind Drogen konsumiert.

Die Gründe für den Einstieg in die Drogenscene sind vielfältig und in unserem Zeitalter ist jeder Jugendliche bedroht. Ob es nun der Wunsch ist , bei Freunden oder einer bestimmten Clique Anerkennung zu finden, Neugier, oder das Bedürfnis dem Streß von Schule und Familie zu entfliehen, die meisten Jugendlichen kommen irgendwann einmal in Versuchung, mit Drogen zu experimentieren. Obwohl nicht notwendigerweise jeder, der einmal Drogen Probiert, süchtig wird, besteht doch bei jedem Konsum ein Gesundheitsrisiko und auch die Möglichkeit , in ein Abhängigkeitsverhältnis zu geraten. Diese Gefahr darf von den Eltern auf gar keinen Fall unterschätzt werden.

Wenn ein Jugendlicher in der Schule an Leistung nachlässt und generell ein verschlossenes Verhalten aufweist, sollten Eltern bereits mit Vorsicht reagieren. Jede Veränderung im Benehmen der Jugendlichen sollte als Warnzeichen aufgefasst werden. Ist der Verdacht erst einmal gefaßt, kann man schnell andere Indizien finden, die Drogenkonsum erkennen helfen. Mithin sollte man auf einige Merkmale achten, die Drogenkonsum erkennen lassen.

Zunächst einmal sind da natürlich die körperlichen Symptome. Ein Blick in die Pupillen kann sehr aufschlußreich sein. Einige der gebräuchlichsten Drogen haben verschiedene Auswirkungen auf die Pupillen. So ist zum Beispiel bei Drogen der Cannabis Familie, zu der auch Haschisch und Marihuana gehören , eine starke Pupillenerweiterung festzustellen. Dasselbe gilt auch für LSD Konsum. Im Gegensatz dazu kommt es beim Genuß von Opiaten zu einer Pupillenverengung.

Betrachtet man sorgfälltig das Gesamterscheinungsbild einer Person, so werden beim Suchtgefährdeten einige Merkmale offensichtlich, die Drogenkonsum erkennen lassen. Viele Drogen, unter Ihnen die Amphetamine führen zu meist drastischem Gewichtsverlust, weil sie den Appetit einhemmen. Auch Opiate und Kokain bewirken, dass der Konsument an Gewicht verliert und nach kurzer Zeit ein geradezu ausgezehrtes Aussehen aufweißt. Aber auch bei anderen Drogen kann der Betroffene stark abnehmen, weil die Nebenwirkungen übelkeit und Erbrechen mit sich bringen. Unerklärliche Gewichtsabnahme ist also immer ein Merkmal, dem unbedingt nachgegangen werden sollte.

Leichter kann man unter Umständen Drogenkonsum erkennen, wenn es sich um Heroin oder andere Substanzen handelt, die gespritzt werden. In diesen Fällen weisen besonders die Unterarme Einstichstellen auf und oft auch eine bläuliche Verfärbung die typisch ist für die hemathomisierung , die bei zahlreichen Einstichen in die Vene erfolgt. Da oft gebrauchte Spritzen benutzt werden, kommt es häufig zu leicht sichtbaren Entzündungen, die nach ihrer Abheilung ein auffälliges Narbengewebe hinterlassen.

Auch das unmittelbare Umfeld der Suchtgefährdeten und ihre Lebensgewohnheiten lassen uns oft Drogenkonsum erkennen. Zunächst einmal ist es allgemein bekannt, das Drogenabhängigkeit teuer ist. Findet ein Jugendlicher also stets neue Gründe , die Eltern um Geld zu bitten, sollte man nachforschen, was mit dem Geld wirklich geschieht. Wenn natürlich im Haus Bargeld fehlt oder Wertsachen des Jugendlichen , wie Uhren, Kameras oder gar Computer auf unerklärliche Art verschwinden, so ist höchste Vorsicht angesagt. Sollte aber auch in dieser Phase keine Hilfe kommen, wird der Süchtige , nachdem er die vorgenannten Resourcen ausgeschöpft hat, in der Regel zur Beschaffungskriminalität neigen.

Auch die Betrachtung der Gegenstände, die sich im Zimmer des Jugendlichen befinden , kann oft Aufschluß geben und Drogenkonsum erkennen lassen. Pfeifen aus Ton, Glass oder Metal geben Anlaß , das Rauchen von Haschisch oder Marihuana zu vermuten. Auch tabakähnliche Pflanzenpartikel, die beispielsweise bei der Wäsche in Hosentaschen gefunden werden, lassen auf diese Drogen tippen. Einige Drogen, vorrangig die auf Morphin basierenden, werden auf einem Löffel erhitzt. Dieser Prozeß lässt russige Löffel zurück. Auf der Straße werden die Drogen zumeist in kleinen, gefalteten Briefchen gehandelt, welche auch ein Indiz sein können. Und natürlich verraten sich diejenigen, die Drogen spritzen oft durch Spritzbestecke und Gummischläuche zum Abbinden des Arms vor dem Einspritzen.

Drogenkonsum erkennen ist oft nicht einfach. Aber es gehört in unserer modernen Gesellschaft zur Verantwortung von Eltern und Freunden, sich über die sichtbaren Merkmale dieser Krankheit zu informieren, sodass dem Betroffenen so schnell wie möglich geholfen werden kann.



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