Drogenkonsum - ein Problem mit weitreichenden Folgen

Drogenkonsum wird in erster Linie als Drogenmissbrauch verstanden. Dieser Begriff hat demnach zwangsläufig immer einen äußerst negativen Beigeschmack. Es ist für jeden Menschen wichtig, sich der Folgen und Wirkungen des Drogenkonsums bewusst zu machen. Unter dem Begriff Droge wird gemeinhin eine Substanz verstanden, welche in erster Linie dazu dienen soll, einen Rausch, oder einen veränderten Bewusstseinszustand herbei zu führen. Drogen verändern die Wahrnehmung der Konsumenten und verändern oft deren Persönlichkeit. Rund um den Globus sind Koffein, Nikotin und Alkohol die am weitesten verbreiteten Drogen. Aber auch illegale Rauschmittel, wie Kokain, Heroin, Cannabis und LSD finden umfangreiche Verbreitung. Über die Jahrhunderte hinweg, gab es immer wieder erbitterte Diskussionen darüber, in welchem Ausmaß Drogenkonsum gesellschaftlich toleriert werden kann. Seit Menschengedenken bediente man sich berauschender Substanzen, etwa zu religiöser und ritueller Nutzung. Aber auch die medizinische Nutzung einiger Drogen, wie zum Beispiel von Opioiden, darf nicht außer Acht gelassen werden.

Zu einem Problem wird der Drogenkonsum aber dann, wenn er in die Sucht und zu gesundheitlichen Schäden führt. Viele Rauschmittel sind extrem suchtgefährdend und entwickeln bei den Verbrauchern schnell psychische und körperliche Abhängigkeiten. Wenn dem Körper immer höhere Dosen der berauschenden Substanz zugeführt werden, gewöhnt er sich sehr schnell daran und verlangt immer mehr davon. Dies führt dann zur gefürchteten Drogenabhängigkeit.

Das Alter, in dem Menschen durchschnittlich am empfänglichsten für den Einstieg in den Drogenkonsum sind, ist zwischen 12 und 18 Jahren. Die Experimentierfreudigkeit ist bei dieser Altersgruppe sehr hoch und viele Jugendliche lassen sich leicht beeinflussen. Oft lastet auch großer Druck auf jungen Menschen, den sie mit Hilfe von Rauschmitteln versuchen zu mindern. Eltern sollten daher immer ein Auge drauf haben, ob ihre Kinder übermäßig Alkohol oder ähnliches konsumieren. Alkohol und Nikotin sind die beliebtesten Einstiegsdrogen, welche häufig am Anfang einer Drogenkarriere mit harten Rauschgiften stehen. Jedoch kann, trotz aller Debatten, kein direkter Zusammenhang zwischen dem Konsum legaler Genussmittel, mit einer Drogenabhängigkeit hergestellt werden.

Die Gründe, warum Menschen Drogen konsumieren sind enorm vielfältig. Manche wollen damit ihrem Alltag entfliehen und ihre Probleme vergessen. Stress auf dem Arbeitsplatz, persönliche Probleme oder einfach Neugierde, können dazu bewegen Drogen zu versuchen. Besonders Leute mit geringem Selbstwertgefühl, beugen sich häufig dem Gruppenzwang und wollen dazu gehören. Aber auch Nachahmungsverhalten kann als weiterer Grund angeführt werden.

Maßvoller Umgang mit einigen legalen Drogen, wie Alkohol und Nikotin, führt noch nicht direkt zur Abhängigkeit. Jedoch sind alle Rauschgifte fast ausnahmslos in höchstem Maße suchtgefährdend. Dabei ist von großer Bedeutung, dass man sich bewusst macht, dass bereits einmaliger Drogenkonsum schwere körperlich und psychische Abstürze bewirken kann. Außerdem ist zu beachten, dass besonders der Mischkonsum verschiedener Drogen, extrem schlimme Nachwehen mit sich bringt.

Wenn der Drogenkonsum einmal aus dem Ruder gelaufen ist und der Betroffene Hilfe sucht, kann er auf ein breites Netz aus Unterstützung zurückgreifen. Es gibt unzählige Beratungsangebote, welche kostenlos wahr genommen werden können. Viele Kliniken bieten ambulante oder stationäre Hilfe für Drogenkonsumenten an. Besonders hilfreich sind anonyme Selbsthilfegruppen, deren Hilfsangebot besonders häufig wahr genommen wird.< Statistiken besagen, dass Heroin das Rauschgift ist, welches in Deutschland die häufigsten Todesfälle zur Folge hat. Es lassen sich jedoch unzählige Sterbefälle, indirekt mit Drogenmissbrauch in Verbindung bringen.

Jahrelanger Drogenkonsum kann schwerwiegende Folgen, sowohl für die Gesundheit, als auch für die Psyche der Betroffenen haben. Nikotin und Alkohol schädigen auf Dauer den Organismus eines Menschen äußerst schwerwiegend. Aufgrund seiner flüssigen Konsistenz werden alkoholische Getränke über das Blut im gesamten Organismus verteilt. Dadurch können Zellschäden in allen inneren Organen verursacht werden. übermäßiger Zigarettengenuss stellt vor allem für die Gefäße und die Lunge eine exorbitante Gefahr da. Die krebserregende Wirkung der suchterzeugenden Substanzen ist allgemein bekannt. Vom Konsum einiger Opiate, etwa Heroin und Opium, welche per Spritze konsumiert werden, geht außerdem das Risiko einer Infektion mit Hepatitis und Aids aus. Nicht zu vernachlässigen sind ferner der sozialen Folgen, die extensiver Drogenkonsum haben kann. Hohe Kosten für die Beschaffung der Rauschgifte zwingen Menschen darüber hinaus häufig in die Prostitution.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Drogenkonsum ein großes Problem in fast allen Gesellschaften darstellt. Die beste Maßnahme zur Drogenprävention ist zweifelsohne fundierte Aufklärung und für sich selbst die Entscheidung zu treffen, Nein zu Drogen zu sagen. Bewusster Drogenkonsum ist eigentlich nur in sehr begrenztem Rahmen möglich und jeder sollte sich seiner Grenzen und der Folgen des Konsums sehr deutlich bewusst sein.



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