Drogenberatungsstellen helfen weiter

Drogenberatungsstellen sind soziale Institutionen , die aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind. Ihre Aufgabe ist es, Menschen, die unter Suchtverhalten leiden, sowie deren Angehörige zu beraten und zu helfen. Angeboten werden Einzel- oder Gruppengespräche, aber auch regelmäßige Treffen wie etwa die der Anonymen Alkoholiker. Auf Wunsch finden die Beratungen sowohl für Betroffene als auch deren Angehörige anonym statt. Drogenberatungsstellen sind in allen größeren Gemeinden und Städten zu finden und sind entweder städtische, kirchliche oder gemeinnützige Einrichtungen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine sozialpädagogische, psychologische oder medizinische Ausbildung absolviert und unterliegen wie ärzte der absoluten Schweigepflicht. Die meisten Drogenberatungsstellen arbeiten unentgeltlich, jedoch sind Spenden gerne willkommen. Auskünfte über Adressen und Telefonnummern erhalten Sie entweder von Ihrem Hausarzt, im Internet oder sind im örtlichen Telefonbuch zu finden.

Suchtabhängigkeit und Drogenmissbrauch geschehen aus sehr individuellen Gründen und kommen in allen Schichten der Gesellschaft vor. Zu Drogen zählen Alkohol, Nikotin, Tabletten und illegale Drogen. Aber auch Ess,- Spiel- und Kaufsucht können zu einem Suchtverhalten führen, das einer Therapie bedarf. Es gibt zahlreiche Gründe, die Menschen unkontrolliert trinken oder zu anderen Suchtmitteln greifen lassen. Häufig sind schlimme Schicksalsschläge wie der Tod eines geliebten Menschen oder der Verlust des Arbeitsplatzes Grund dafür, Trost und Vergessen im Alkohol zu finden. Dadurch werden die Probleme zunächst verdrängt, aber unbewusst verstärkt.

Die junge Generation konsumiert Alkohol häufig, um in Stimmung zu kommen, denn ausgelassenes Feiern ist zu einem wichtigen Freizeitvergnügen unter zahlreichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen geworden. Der Konsum von alkoholhaltigen Mischgetränken, oft als Alcopos bezeichnet, hat in den letzten Jahren erschreckende Ausmaße genommen. Alkoholabhängigkeit ist eine anerkannte Krankheit, die man ohne fremde Hilfe nicht bekämpfen kann und sollte. Häufig besteht gar die Gefahr der Vereinsamung, denn Alkohol wird zum besten Freund der oder des Betroffenen. Die Tatsache, dass Alkoholkranke dies immer wieder leugnen und niemanden an sich heranlassen, sie aber gleichzeitig immer tiefer in eine Krise geraten, beweist, dass eine Suchterkrankung vorliegt. Hier ist die professionelle Hilfe der Drogenberatungsstellen unabdingbar. Sie wissen, wie man Menschen aus einer solchen Lage hilft, wie man mit ihnen umgehen muss, damit sie zu ihrer Sucht stehen. Familienangehörige und Freunde sind mit solchen Situationen überfordert und machen häufig viele Fehler im Umgang mit den Kranken. Drogenberatungsstellen zeigen den Betroffenen Schritt für Schritt den Weg in den Entzug, der unter ärztlicher Beobachtung in entsprechend fachlichen Einrichtungen stattfinden muss. Sie sind Ratgeber und Wegbereiter sowohl vor als auch nach einer medizinischen Behandlung. Angehörigen von Suchtkranken , die häufig selbst an einer solchen Situation verzweifeln, bieten Drogenberatungsstellen ebenfalls ihre Unterstützung an.

Alkoholmissbrauch bleibt dem Umfeld nicht verborgen. Anders hingegen verhält es ist es, wenn eine Spiel- oder Kaufsucht vorliegt. Diese können bis hin zu der totalen Verschuldung führen und Familien völlig ruinieren. In vielen Fällen wird sie leider zu spät erkannt. Bitte nehmen Sie daher schon bei den kleinsten Hinweisen unbedingt die Hilfe von Drogenberatungsstellen in Anspruch. Nikotinabhängigkeit hingegen ist derart weit verbreitet, dass sie in der Gesellschaft verharmlost wird. Entsprechende Gesetze zum Schutz der Nichtraucher/innen wurden zwar etabliert, unterscheiden sich aber von Bundesland zu Bundesland. Wer es nicht allein schafft, mit dem Rauchen aufzuhören, sollte auf die zahlreichen Angebote der Drogenberatungsstellen zurückgreifen.

Der Konsum von illegalen Drogen ist hoch gefährlich, führt sehr schnell zur Abhängigkeit und lässt die Betroffenen nach immer härteren Drogen greifen, für deren Beschaffung auch kriminelle Wege in Kauf genommen werden. Der Ausstieg aus der sozialen Gesellschaft ist hier vorprogrammiert. Es ist ein Teufelskreis, aus dem man ohne profesionelle Hilfe nicht entrinnen kann. Drogenberatungsstellen sind in solchen Fällen die erste Anlaufstelle für Konsumenten illegaler Drogen. Hilfe sollte auf schnellstem Wege in Anspruch genomen werden, denn harte Drogen haben eine tödliche Wirkung. Ihr Konsum verlangt nach immer härteren Drogen, die sie die Rückkehr in die raue Realität vergessen lässt. Ihre Gefährlichkeit wird dabei völlig unterschätzt.

Tabletten- und Esssucht kommen seltener vor, aber auch hier ist es unmöglich, allein Wege aus der Sucht zu finden. Welche Abhängigkeit auch vorliegen mag, sie zerstört Lebensgrundlagen, bringt in vielen Fällen den Verlust von Arbeitsplatz, Partner und Wohnung mit sich und resultiert in einer großen Verzweiflung. Falls Sie jemals in eine solche Situation kommen sollten, resignieren Sie nicht, sondern nehmen Sie die Hilfe von Drogenberatungsstellen in Anspruch. Deren geschultes Personal steht Ihnen und Ihren Angehörigen jederzeit gerne zur Verfügung.



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