Dissoziativa

Dissoziativa ist der Oberbegriff für eine Reihe von Stoffen, die den Cortex vom Limbischen System trennen. Das Gehirn erhält keine Signale mehr vom Körper und umgekehrt, weshalb Dissoziativa in der Medizin bei Operationen eingesetzt werden können. Drogenkonsumenten bezeichnen diesen Zustand als disjunkt, das heißt die zum selben Menschen gehörenden Bestandteile Gehirn und Körper weisen kein gemeinsames Element mehr auf. Da die Gehirntätigkeit weiter intakt ist, wird dieser Zustand bisweilen als äußerst unangenehm empfunden. Das Gehirn "rast im Leerlauf" und bearbeitet - häufig sehr produktiv - die psychische Innenwelt des Betreffenden. Durch Alkohol soll der Trip beendet werden können. Im Tierversuch erzeugen Dissoziativa Gehirnschäden. Untersuchungen an Drogenkonsumenten sind bislang methodologisch nicht sinnvoll durchzuführen gewesen. Zu den Einzelmedikamenten der Dissoziativa zählt man: -DXM, ein Hustenblocker mit einer Wirkungsdauer von etwa 6 Stunden und relativ geringen Nebenwirkungen -Ketamin, ein Narkotikum, das als Pulver geschnupft oder aufgelöst injiziert wird -PCP (Phencylidin), auch "Angeldust" genannt, ein Sedativum mit psychotropen Effekten -Lachgas, ebenfalls ein Sedativum -Amantadin, ein Parkinson-Mittel -Memantin, ein Mittel gegen Demenz und Alzheimer. Nebenwirkungen der Medikamente sind: Halluzinationen mit paranoider Färbung, bizarre Gedanken, Angstzustände, des Weiteren Depressionen bei Abklingen des Rausches und in dieser Phase sowie während der Rauschphase Suizidtendenzen, außerdem Nervenschäden durch Vitamin-B12-Mangel und Nierenschäden.



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