Dissoziation

Als Dissoziation wird allgemein ein Zustand der Bewusstseinsstörung beschrieben, bei dem der Betroffene ein gravierend verändertes Wahrnehmungsbild von sich selbst, und seiner Umwelt, aufweist. Die Symptome sind vielschichtig, und variieren je nach Intensität und Natur der Störung, sind nicht konstant, und können sowohl psychische/psychosomatische wie auch psychiatrische Ursachen haben. Darüber hinaus sind Formen der Dissoziation als Rausch-Zustand einiger - hauptsächlich natürlicher - Halluzinogene beschrieben, aber auch als Folge- und Entzugserscheinungen vieler anderer Drogen. Die häufigsten Formen der Dissoziation sind das Fehlen von Erinnerungen, Orientierungsstörungen/Desorientierung, sowie körperliche und emotionale Empfindungslosigkeit. In weiteren, schwereren Fällen - wie sie auch beim Konsum vieler Nachtschattengewächse auftreten - kommt ein völliges Entfremden von sich selbst hinzu. Dieser Zustand wird vom Betroffenen nicht selten als außerkörperliche Erfahrung beschrieben, bei der man sich selbst "von außen" betrachtet, und keinen direkten Bezug mehr zu sich und seinem Körper hat. In besonder klinischen Fällen nimmt dieser Zustand schizophrene Züge an, und ist von der Schizophrenie auf den ersten Blick nicht immer differenzierbar. Dies äußert sich in einer Identitätsstörung, bei der Betroffene das eigene Ego komplett aufgeben, und eine neue Identität annehmen, häufig ohne jegliche bewusste Erinnerung an ihr "altes" Leben. Die Dissoziation ist, in schwächerem Maße, ein Schutzmechanismus der Psyche vor traumatischer Belastung, in schweren Fällen eine psychische Störung mit hohem Behandlungsbedarf. Als Folge exzessiven Drogenkonsums in Form einer Psychose ist sie, darüber hinaus, nicht selten dauerhaft und, aufgrund zusätzlicher neurologischer Schäden durch die Drogen, schwer bis gar nicht zu behandeln.



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