Delirantia

Delirantia verursachen als psychotrope Substanzen Veränderungen der Wahrnehmung aller Sinnesbereiche (optisch, akustisch und haptisch-taktil). Zusätzlich erzeugen sie starke Verwirrung, führen zu Gedächtnisverlust und Desorientiertheit. Sie sind in Alkaloiden der Nachtschattengewächse Stechapfel, Bilsenkraut und Alraune enthalten, des Weiteren in Engelstrompeten, Tollkirsche, Fliegenpilz und dem künstlich hergestellten DHM, einem Arzneimittel gegen Allergien, übelkeit und Schlaflosigkeit. In der Medizin wurden Delirantia schon sehr lange eingesetzt, erste Schilderungen gibt es aus dem 1. Jahrhundert n.Chr. aus dem antiken Griechenland, wo sie zur Narkose vor chirurgischen Eingriffen verwendet wurden. In verschiedenen Kulturen wurden sie als Schmerzmittel sowie gegen Keuchhusten, Geschwüre, Unterleibsentzündungen, Fieber und Magen-Darm-Verstimmungen eingesetzt. Lange Zeit glaubte man mit gerauchten Blättern von Nachtschattengewächsen Asthma heilen zu können. Gleichzeitig entdeckte man während dieses Einsatzes ihre Wirkung als Rauschmittel. In bestimmten Regionen, besonders in Indien und bei den Indianern des Amazonasgebietes wurden sie während kultischer Handlungen durch Schamanen genutzt. Während eines Rausches durch Delirantia kann sehr starker Realitätsverlust eintreten. Der Berauschte halluziniert Gegenstände und spricht mit nicht vorhandenen Gästen. Gegen eine überdosis soll Physostigmin helfen, ein Indolalkaloid, das aus dem Samen der Kalabarbohne gewonnen wird, zur Beruhigung kann auch Valium verwendet werden. Die Drogen haben ein starkes Suchtpotenzial und führen bei dauerhaftem Konsum zu irreversiblen Schäden.



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