Bilsenkraut

Das Bilsenkraut gehört zur Gruppe der Nachtschattengewächse, und findet sein Vorkommen in weiten Teilen Europas, Skandinavien, Indien, sowie Teile Asiens und Afrikas. Zur Gattung der Bilsenkräuer zählen rund 23 Arten. Man spricht jedoch vorwiegend vom Schwarzen Bilsenkraut, da dieses besonders durch seine halluzinogene und narkotische Wirkung bekannt wurde. Wie bei allen Nachtschattengewächsen ist auch das Bilsenkraut vorwiegend toxisch. Das bedeutet, dass sämtliche rauschähnliche Zustände durch eine schwere Vergiftung hervorgerufen werden (die berauschende Eigenschaft wird hier gänzlich vernachlässigt, da die Grenze zwischen berauschender Dosis zur toxischen fließend ist). Nachtschattengewächse gelten als unkontrollierbar in Dosis und Wirkung, und sind allesamt gefährlich im Konsum. Bilsenkraut findet sich literarisch vorwiegend in der Volksheilkunde, und war bis ins 17. Jahrhundert sogar ein Bestandteil von Bier (Pils). Die Pflanze fand Verwendung gegen Schlaflosigkeit, Halluzinationen, Manien und Krämpfe. Der natürliche Wirkstoffgehalt schwankt jedoch sehr, so dass eine potentielle überdosierung, und folglich eine schwere Vergiftung, grundsätzlich angenommen werden muss. Die hohe Toxizität kann bis zum Tod führen, aber auch niedrig dosierter Konsum kann bereits Atemlähmungen zur Folge haben. Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit, Halluzinationen, Hautrötungen und Herzrhythmusstörungen gehören ebenfalls zu den Begleiterscheinungen. Bilsenkräuter wirken zudem neurotoxisch, was schwere Gedächtnisstörungen bis hin zu einem totalen Gedächtnisverlust führen kann, welche häufig irreversibel sind. Die Rauschwirkung kann indes länger als eine Woche andauern.



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