Amphetamine

Amphetamin, als Rauschgift unter Speed oder Pep bekannt, wurde erstmals 1887 synthetisiert. 1910 erkannte man die chemische ähnlichkeit mit dem Adrenalin, Ende der 1920er Jahre wurde die psychische Wirkung des Stoffes erkannt, der nun das natürliche vorkommende Ephedrin ablösen sollte. In den 1930er Jahren hielten sich amerikanische Studenten damit wach, um besser lernen zu können, im 2. Weltkrieg wurde es Soldaten verabreicht, um sie aufmerksam und aggressiv zu halten. Schon 1941 wurde es in Deutschland als Suchtmittel klassifiziert und entsprechend im Reichsopiumgesetz indiziert. Gleichzeitig wurden Amphetamine weltweit im Arzneimittelsektor als Mittel gegen Erkältungen, Depressionen, Parkinson, Impotenz und anderes eingesetzt. Seit den 1950er Jahren beobachtete man die Häufung des Missbrauchs der Amphetamine sowie die illegale Herstellung, seit den 1970er Jahren sind sie genehmigungspflichtig, werden aber weiterhin medizinisch genutzt. Als Droge wirken Amphetamine durch die Stimulation des Sympathikus hochmotivierend ebenso wie Adrenalin, was in der Szene mit dem Slogan "Fight-Fright-Flight", zu deutsch "Kämpfen, Fürchten, Flüchten" umschrieben wird. Die erhöhte Aggressionsbereitschaft und übersteigerte Selbstsicherheit bedingen häufig Straftaten unter Speed. In überhöhten Dosen und längerfristig eingenommen werden Psychosen und paranoide Wahnvorstellungen ausgelöst, körperlich können Gewichts-und Potenzverlust sowie Nierenschäden eintreten. Die tödliche Dosis (ohne erhöhte Körpertoleranz) liegt bei etwa 1,3 mg pro kg Körpergewicht.



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