Alkohol

Die Herstellung von Alkohol erfolgt mittels Zuckerrohr, Getreide und Früchte. Durch Destillation oder Vergärung entsteht aus diesen Stoffen der Alkohol. Schon bereits kleine Mengen können dazu führen, dass eine enthemmende Wirkung bei dem Betroffenen eintritt. Die Sinneswahrnehmungen verändern sich, je nach Menge des Alkoholkonsums. Wird Alkohol auf einen längeren Zeitraum kontinuierlich konsumiert, führt dies zu einer Abhängigkeit. Die Folge davon sind Konzentrationsschwierigkeiten, die Persönlichkeit verändert sich und es kommt zu Leistungsschwächungen. Das kann sogar soweit führen, dass manche Menschen ohne Alkohol nicht mehr in der Lage sind, ihrer Arbeit nachzugehen. Schon bereits am frühen Morgen brauchen sie ihre gewisse Dosis.

Alkohol zählt zu den sogenannten Gesellschaftsdrogen, und ist in den meisten Teilen der Welt als legales Genussmittel eingestuft. Der Begriff bezeichnet eigentlich die chemische Substanzklasse, wird umgangssprachlich jedoch als allgemeines Synonym verwendet. Ethanol ist ein Lösemittel auf organischer Basis, und findet Verwendung sowohl in der Lebensmittelindustrie (Trinkalkohol), wie auch in der Chemie (als Grundchemikalie). Daneben findet es seinen Einsatz als Brenn- und Treibstoff, sowie in der Medizin. Alkohol zählt zu den ältesten Rauschmitteln der Welt, und dürfte vermutlich noch lange vor dem Konsum psychotropischer Pflanzen Verwendung gefunden haben, was auf sein natürliches Vorkommen zurück zu führen ist. Durch die sog. alkoholische Vergärung von Zucker (Fruchtzucker) finden sich Alkohole in nahezu allen Früchten, und in vielerlei Gemüse, sobald dieses vergärt. Die Vergärung ist dabei ein vollkommen natürlicher Prozess, eingeleitet durch Flughefe (Spontangärung). Alkohol war und ist gesellschaftlich anerkannt, obwohl es sich um ein Rauschmittel handelt. Er wirkt meist stimmungsaufhellend, aber auch betäubend. Die Sensitivität wird gesteigert, leichtere überdosierungen wirken sich negativ auf Gleichgewichtssinn und unsere Wahrnehmung aus. Der Zustand der "Trunkenheit" bezeichnet eine erste, frühe Form der Alkoholvergiftung. Dauerhafter Alkoholkonsum führt zu einer Resistenz, was zwangsläufig zu einer stetig steigenden Dosierung führt. Die - aus dem Konsum häufig resultierende - Abhängigkeit ist sowohl psychisch wie auch körperlich. Folgeschäden machen sich im Nervenzentrum bemerkbar, sowie in eingeschränkten organischen Funktionen (Leberschädigungen, Gehirnschädigung). Formen der Psychosen wurden ebenfalls klinisch nachgewiesen. Aufgrund seiner gesellschaftlichen Anerkennung gilt der Alkohol, noch vor NIkotin, als die gefährlichste Droge überhaupt.

Alkohol ist keine moderne Erfindung, die natürlich berauschende Wirkung vergorener Früchte ist dem Menschen seit vielen tausend Jahren bekannt. Und nicht nur der Mensch versteht sich auf diese Art von Bewusstseinserweiterung, auch im Tierreich finden sich immer wieder Beispiele für entsprechend lustvolles Genießen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Deutschland bei 10 Litern reinem Alkohol pro Jahr. Ein Bier, das ist dabei zu bedenken, enthält nur 10 bis 12 g reinen Alkohol.

Der Rausch, verursacht durch den Genuss von Alkohol ist ein fester Bestandteil unserer Alltagskultur, Alkohol wird nicht als Droge und kaum als Suchtgefahr erkannt. Zu festlichen Anlässen, aber auch einfach so, zum Essen oder während des Discobesuchs, ist der Konsum alkoholhaltiger Getränke obligat. Daran ist grundsätzlich nichts Schlimmes, solange gewisse Grenzen nicht überschritten werden. Ein gewohnheitsmäßiger oder übermäßiger Konsum führt jedoch zu körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen bis hin zur nicht mehr kontrollierbaren Sucht.

Der Missbrauch von Alkohol verursacht gesamtwirtschaftlich enorme Kosten. 20 Millionen Euro werden jährlich für die Behandlung und Betreuung Betroffener und in die Prävention investiert. Die gegenzusetzenden alkoholbezogenen Steuereinnahmen des Staates beziffern sich nur auf ca. 4 Milliarden Euro.

Als besonders riskant ist Alkoholkonsum für Jugendliche einzuschätzen. Ihnen drohen in höherem Maße körperliche Schädigungen, da die Organe Jugendlicher noch nicht voll entwickelt sind. Gerade auf diese Zielgruppe sind allerdings die sogenannten Alcopops ausgerichtet, der süße Geschmack verdeckt den Alkoholgehalt, obwohl sich anteilig ca. zwei Schnäpse in einer Flasche verstecken. Der hohe Zuckeranteil und der Gehalt an Kohlensäure beschleunigen die berauschende Wirkung.

Psychische Wirkung von Alkohol

Über die Schleimhäute in Mund, Magen und Dünndarm gelangt der Alkohol in den Blutkreislauf und wird in Gewebe und Gehirn transportiert. Nach einer halben bis einer Stunde hat er seine volle Konzentration erreicht. Die Nervenzellen werden nun in ihrer Informationsübertragung beeinträchtigt, so dass es zu Veränderungen im Bewusstsein und Verhalten des Trinkenden kommt.

In der Regel wirkt der Alkohol entspannend und anregend, so dass ängste und Hemmungen weniger stark als gewöhnlich zum Tragen kommen; so wirken auch schüchterne Personen plötzlich kontaktfreudig. Andere Menschen reagieren jedoch auch mit Gereiztheit, Aggression oder Gewalt auf Alkoholgenuss. Die individuelle Reaktion ist unter anderem von der körperlichen Verfassung, der Menge des Alkohols und der Trinkgewöhnung abhängig.

Während ein geringer Alkoholspiegel also meist Entspannung und Gelöstheit zur Folge hat, steigert sich diese Stimmung ab ca. 0,8 Promille in Hemmungslosigkeit und Selbstüberschätzung. Die Kritik- und Urteilsfähigkeit nimmt genauso ab, wie das Reaktionsvermögen.

Ab 1,0 Promille spricht man von einem Rausch, der mit heiterer aber auch depressiver Stimmung einhergehen kann. Das Reaktionsvermögen ist dann sehr stark eingeschränkt, während der Hang zur Selbstüberschätzung nach wie vor ansteigt.

Der Trinkende verliert langsam die Kontrolle über sich, was durch Gleichgewichtstörungen und die Beeinträchtigung der Sinne deutlich wird. Ein echtes Warnzeichen sind Gedächtnislücken nach durchzechten Nächten. Sie können erste Hinweise auf eine Abhängigkeit sein.

Physische Wirkung von Alkohol

Alkoholkonsum ist eine echte Herausforderung für den Körper. Insbesondere die Leber ist mit dem Abbau des aufgenommenen Alkohols beschäftigt. Sie braucht eine bis anderthalb Stunden, um ein Getränk mit 10 bis 12 Gramm reinem Alkohol abzubauen. Die für den Abbau benötigte Zeit erhöht sich mit der konsumierten Menge. Wer also die siebenfache Menge trinkt, braucht auch die siebenfache Zeit um den Alkohol abzubauen.

Daneben treten zahlreiche körperliche Beeinträchtigungen auf, die sich mit erhöhtem Blutalkoholgehalt verstärken. Dazu gehört die einfache Erweiterung der Blutgefäße, die in einem geröteten Gesicht genauso wie in geringerer Kälteempfindlichkeit deutlich wird. Auch der Geschmackssinn und die Sehfähigkeit werden beeinträchtigt. Besonders deutliche auch nach außen sichtbare Zeichen sind Störungen der Sprache und des Gleichgewichtsinns. Da sich die Koordination der Muskeln verschlechtert, wird ein kontrolliertes Laufen stark erschwert, die Fortbewegung findet nur noch torkelnd und schwankend statt.

Durch übermäßigen Alkoholkonsum besteht das Risiko einer dauerhaften Schädigung von Körperzellen. Gleichzeitig wird die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen derart eingeschränkt, dass sich das Risiko an Infektionen zu erkranken deutlich erhöht. Das am stärksten betroffene Organ ist die Leber, die sich durch Alkoholmissbrauch krankhaft verändern kann. Schlaganfälle und Demenz sind weitere Krankheiten, die durch Alkoholkonsum verstärkt und herausgefordert werden und in letzter Konsequenz zum Tode führen können.

In verschiedenen Studien wird aufgezeigt, dass Kinder Alkoholkranker ein deutlich erhöhtes Risiko haben ebenfalls an Alkoholabhängigkeit zu erkranken. (Der Beweis einer genetischen Markierung steht bisher allerdings noch aus.) Auch dessen sollte man sich beim Griff zum Glas bewusst sein - Alkoholgenuss beeinflusst nicht nur den Trinkenden, diese Droge hat auch auf das soziale Umfeld große Auswirkungen.

In der Schwangerschaft ist der Genuss von Alkohol absolut tabu. über die Plazenta gelangt der auch in den Körper des Kindes, doch das ist nicht in der Lage den Alkohol abzubauen, da seine Leber noch nicht entsprechend entwickelt ist. Auch während des Stillens sollte kein Alkohol getrunken werden, da der Alkoholgehalt in der Muttermilch sich dem im Blut anpasst.

Alkoholismus - Alkohol als Abhängigkeit

Wer Alkohol über einen längeren Zeitraum übermäßig konsumiert, setzt sich der Gefahr einer Abhängigkeit aus. Die trägt sowohl physische als auch psychische Merkmale.

Die körperliche Abhängigkeit wird vor allem durch eine erhöhte Toleranz gegenüber dem Alkohol deutlich. Nach längerem und regelmäßigem Konsum muss der Abhängige eine immer größere Menge der Droge zu sich nehmen, um dieselbe Wirkung zu erreichen. Bleibt die Alkoholzufuhr aus, treten leichte bis schwere Entzugserscheinungen, beispielsweise Schweißausbrüche oder Zittern, auf.

Schwerer zu erkennen ist die psychische Abhängigkeit. Sie lässt sich wesentlich länger leugnen, während die körperliche Abhängigkeit aufgrund der deutlich hervortretenden Entzugserscheinungen kaum zu verbergen ist.

Die seelische Abhängigkeit bezieht sich auf ein maßloses Verlangen nach Alkohol, das ohne Hilfe kaum zu überwinden ist. Der Abhängige befindet sich in einem Kreislauf aus Leugnen und dem bewussten Ausblenden von Teilen seines Erlebens, den er allein nicht durchbrechen kann. Stattdessen passt er seine Lebensgewohnheiten, sein Verhalten und seine Persönlichkeit dem Drogenkonsum an und verstärkt dadurch die Abhängigkeit.

Wie für alle Suchterkrankungen gilt auch für die Alkoholabhängigkeit, es handelt sich nicht moralisches Problem, dass mit gutem Willen zu besiegen ist. Alkoholabhängigkeit ist eine ernsthafte Erkrankung, die durch diverse körperliche, seelische und soziale Symptome gekennzeichnet ist. Sie entsteht nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich schleichend. Ihre Behandlung ist ein langwieriger Prozess.

In Deutschland sind ca. 1,7 Millionen Menschen alkoholabhängig. Geschätzte 10 Millionen Menschen konsumieren Alkohol in riskanter Menge, also mit erhöhter Wahrscheinlichkeit deshalb einmal gesundheitliche Schäden zu erleiden. Männer sind von dieser Erkrankung etwas doppelt so oft betroffen wie Frauen.

Prävention vor Alkoholabhängigkeit

Das Risiko einer Alkoholabhängigkeit besteht grundsätzlich für jeden Menschen, der Alkohol konsumiert. Der Alkoholkonsum ist so stark in das soziale Leben integriert, dass der Beginn einer Abhängigkeit oft schwer zu erkennen ist. Den Kontakt mit Alkohol dauerhaft zu vermeiden bzw. Abstinenz zu predigen, ist in unserer Gesellschaft kaum möglich.

Sobald der Verdacht einer Abhängigkeit besteht, sollte man sich qualifizierten Rat in einer Beratungsstelle oder bei einem Arzt holen. Wird man durch Bekannte auf den eigenen Alkoholkonsum angesprochen, sollte man diesen Umstand selbstkritisch hinterfragen.

Besonders wichtig ist es, frühzeitig über die Wirkung von Alkohol aufzuklären und schon Schüler für die kulturellen und sozialen Zusammenhänge und Konsequenzen von Alkoholmissbrauch zu sensibilisieren. Der Erwerb und Gebrauch von Alkohol ist in Deutschland nicht verboten, es handelt sich mithin um eine legale Droge, deren Konsum nur in Bezug auf Kinder beschränkt wird.

Kein Mensch darf zum Alkoholkonsum gezwungen werden, ein klares Nein muss immer aussprechbar sein und auch akzeptiert werden. Nicht jeder findet Gefallen an dieser Droge und niemand sollte durch den Druck einer Gruppe zum Konsum verführt werden.

Viele ehrenamtlich Tätige, trockene Alkoholiker und insbesondere auch die Krankenkassen betreiben Primärprävention, warnen also vor dem Missbrauch von Alkohol und dessen schädlichen Folgen. Die Sekundärprävention bietet Menschen konkrete Hilfe, die in der Gefahr schweben abhängig zu werden oder bereits abhängig sind. Tertiärprävention nennt man hingegen den Bereich der Nachsorge, der einen Rückfall Alkoholabhängiger vorbeugen soll.

Alkohol Entzug

Alkoholismus ist keine heilbare Krankheit. Wer einmal Alkoholiker ist, bleibt das sein Leben lang mit allen Konsequenzen. Im Alltag ist er der Versuchung jeden Tag aufs Neue ausgesetzt und muss ihr widerstehen. Verschiedene Therapieangebote helfen, die Sucht in den Griff zu bekommen und unterstützen den Süchtigen bei der Rückkehr in einen alkoholfreien Alltag.

Grundvoraussetzung für jede Therapie ist die Mitwirkung des Süchtigen. Dazu gehört das Erkennen und Eingestehen der eigenen Sucht, genauso wie der Wille sie zu überwinden.

Die Entgiftung, also der körperliche Entzug, kann je nach Schwere der Erkrankung stationär oder ambulant stattfinden und ist darauf ausgelegt, den Alkoholspiegel im Körper auf null zu bringen und gleichzeitig die Entzugssymptome zu lindern. Solche Symptome sind häufig Unruhe, Stimmungsschwankungen, Zittern oder übelkeit. Die Entgiftung einer starken Abhängigkeit wird nicht selten auch von Erbrechen, Krämpfen, Sehstörungen und sogar Halluzinationen begleitet.

An den grundlegenden körperlichen Entzug schließt sich eine Behandlung der psychischen Abhängigkeit an, die in Zukunft ein Leben ohne den "Stoff" ermöglichen soll. Auch kommt je nach Schwere der Sucht sowohl eine ambulante als auch eine stationäre Therapie in Frage. Ein Alltag ohne Alkohol muss zunächst neu erlernt werden, soziale Bindungen müssen neu geknüpft, das berufliche Umfeld stabilisiert werden.

Welche therapeutischen Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind, wird individuell durch den Therapeuten festgelegt. Geeignete Verfahren sind beispielsweise Verhaltens- oder Gesprächstherapien.

Eine stationäre Therapie ist bei stark suchtkranken und rückfallgefährdeten Menschen zwangsläufig notwendig. Eine ambulante Therapie basiert dagegen auf der Voraussetzung, dass ein stabiles soziales Umfeld existiert, das den notwendigen Halt und Unterstützung bietet.

Beratungsstellen für Drogen und Alkohol

Alkoholmissbrauch ist ein in Deutschland weit verbreitetes Problem, dass nach wie vor tabuisiert wird, nur langsam wächst die Sensibilität innerhalb der Bevölkerung. Der regelmäßige Konsum von Bier und Wein ist unter Erwachsenen weit verbreitet und auch Jugendliche werden mit süßen Mixgetränken (Alcopops) schon frühzeitig an den Genuss von Alkohol gewöhnt.

12 g reinen Alkohols konsumiert an nicht mehr als fünf Tagen in der Woche gelten als gesundheitlich unbedenklich. 12g das ist nicht mehr als ein kleines Bier, ein Glas Wein oder ein Schnaps.

Diverse Beratungs- und Hilfsangebote versuchen, vor den Gefahren des Alkoholkonsums zu warnen und insbesondere die Suchtgefahr zu verdeutlichen. Drogenberatungsstellen, auch Alkohol ist eine Droge, findet man über die gelben Seiten in beinahe jeder Stadt.

Des Weiteren bietet das Internet vielfältige Informationsmöglichkeiten. Hier werden die Adressen von Beratungsstellen genannt, in Foren über Wege aus der Sucht diskutiert und eigene Erfahrungen veröffentlicht.

Die wichtigste Botschaft lautet, niemand muss mit seiner Sucht allein bleiben. Es gibt qualifizierte medizinische und psychologische Unterstützung, die ein Leben in Alkoholunabhängigkeit ermöglicht. Schon der Hausarzt hilft und informiert; aufgrund seiner medizinischen Kompetenzen ist er oft ein erster Anlaufpunkt für entzugswillige Süchtige.

Die diesbezüglich wohl bekannteste Selbsthilfegruppe sind die Anonymen Alkoholiker. Regelmäßige Treffen in jeder größeren Stadt dienen der Selbsterkenntnis und dem Erfahrungsaustausch, geben allen Halt und Unterstützung, die die eigene Sucht erkannt haben. Für die Treffen werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben.

Beratungsangebote existieren auch für die Angehörigen Alkoholsüchtiger, denn sie brauchen oft ebenso Unterstützung. Eine Alkoholabhängigkeit wirkt sich stark auf das soziale Umfeld aus. Die Bezugspersonen werden in ein bestimmtes Rollenverhalten gepresst, und müssen entsprechend lernen mit der Abhängigkeit umzugehen.

Gesetzliche Bestimmungen zum Thema Alkohol

Der Genuss von Alkohol ist für Erwachsene in Deutschland grundsätzlich nicht verboten, auch der Genuss in der öffentlichkeit ist uneingeschränkt möglich.

Das Jugendschutzgesetz regelt jedoch den Umgang mit Alkohol für Kinder und Jugendliche. Demnach ist der Verzehr und Verkauf von Alkohol und alkoholhaltigen Getränken in der öffentlichkeit für Jugendliche unter 16 Jahren grundsätzlich verboten. Ausnahmen gelten nur für Jugendliche in Begleitung Erziehungsberechtigter, wenn sie nicht-branntweinhaltige Getränke konsumieren. Der Ausschank an Kinder unter 14 Jahren ist grundsätzlich und für jeden verboten und wird mit einer empfindlichen Geldstrafe geahndet.

Weitere gesetzliche Bestimmungen existieren in erster Linie in Bezug auf das Führen von Kraftfahrzeugen. Die Wirkung des Alkohols wird häufig unterschätzt, die eigenen Fähigkeiten jedoch gleichzeitig überschätzt. Deshalb wird ein Drittel aller Verkehrsstraftaten unter Einfluss von Alkohol begangen. Besonders heraus sticht die Tatsache, dass bei jedem zweiten Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang Alkohol im Spiel ist. Bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut wird die Wahrnehmung messbar beeinträchtigt. Aus diesem Grund greifen die gesetzlichen Bestimmungen schon ab dieser Grenze. Wer mit 0,3 Promille Alkohol im Blut im Straßenverkehr auffällig wird, macht sich also schon strafbar.

Ab 0,5 Promille gilt das Führen eines Kraftfahrzeugs als Ordnungswidrigkeit und wird mit 250 Euro, einem Monat Fahrverbot und vier Punkten im Verkehrszentralregister geahndet. Ab einem Blutalkoholgehalt von 1,1 Promille fallen die Strafen deutlich höher aus und wer mit 1,6 Promille noch fährt, muss vor Neuerteilung der Fahrerlaubnis zwangsläufig zur medizinisch-psychologischen Untersuchung. Sie gibt Aufschluss darüber, ob ein Mensch für das Führen von Kraftfahrzeugen überhaupt geeignet ist.



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