2C-B

2C-B gehört strukturell zu den auch in der Natur vorkommenden Phenylethylaminen, wurde jedoch 1974 als synthetischer Stoff gezielt von A.Shulgin designt. Im menschlichen Gehirn wirkt es als Neurotransmitter. In der Szene ist es unter den Namen Venus, Erox, Nexus und Bromo bekannt. Besonders die ersten beiden Bezeichnungen weisen auf den spezifischen Charakter hin: Es hat erotisierende Wirkungen. Seit den 1980er Jahren, nach teilweiser Anwendung auch im Ecstasy, wurde es nach und nach indiziert und ist heute praktisch weltweit illegal.2C-B kann oral oder nasal eingenommen werden, wobei bei letzterer Möglichkeit die Gefahr von Gesundheitsschäden sehr hoch ist und die Auswirkung beim Schneuzen als sehr schmerzhaft beschrieben wird. Die etwa 3 - 8 Stunden andauernde Wirkung des Mittels beruht auf verstärktem Erleben eigener Emotionen bis hin zu erotischen Vorstellungen und sexueller Stimulation, was zu sozialer Derangierung führen kann, des Weiteren entstehen optische Halluzinationen und Synästhesie, das heißt die Koppelung von akustischen und optischen Wahrnehmungen (Musik wird als "grün" empfunden). Die visuellen Wahrnehmungen werden von Konsumenten, die beides kennen, intensiver als beim LSD geschildert. Die körperlichen Nebenwirkungen von 2C-B können Schweißausbrüche, Zittern und Kiefermahlen sein, als gefährlicher wird die Gefahr des Ausbruchs latenter Psychosen sowie das Abhängigkeitspotenzial eingeschätzt. Medizinischer Nutzen wurde nicht nachgewiesen.



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